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  Archiv / Hückeswagen

Artikel vom: 02.10.2000

Faltblatt zur Friedenskapelle Voßhagen ist fertig

(kam). "In Frieden leben erfordert nicht große Worte sondern viele kleine Schritte." Das steht auf der Vorderseite des Faltblattes, das der Freundeskreis Friedenskapelle Voßhagen herausgegeben hat. Darin wird nicht nur erklärt, warum die Friedenskapelle 1985 unmittelbar neben dem russischen Ehrenfriedhof errichtet wurde.

Die Friedenskapelle steht ausdrücklich allen Menschen unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit offen. Das wird ausdrücklich betont. Die kleine Kapelle soll ein Ort der stillen Einkehr und des Friedens sein. Unter dem Titel "Verpflichtung zum Frieden" wird aber auch kurz auf die kriegsgefangenen Zwangsarbeiter - Sklavenarbeiter - eingegangen, die in dem Lager bei Hammerstein zusammengepfercht waren. 44 von ihnen sind namentlich bekannt, weil sie zwischen Dezember 1941 und Dezember 1992 dort beerdigt wurden. Wörtlich heißt es in dem Faltblatt: "So wie der 24-jährige Schneider Alens Poltawsai und der gleichaltrige Traktorist Iwan Tokarew, deren Totenscheine besagen, sie seien am 26. April 1942 »auf der Flucht erschossen« worden. Der 36-jährige Bauer Wasili Sokolow starb den Tod durch Erhängen. Er war der älteste, der jüngste war gerade 17 Jahre alt... Ihr Leidensweg, ihre Gräber und ihre Namen und die Namen weiterer 41 Leidensgenossen auf dem Gedenkstein hier in Voßhagen sind uns Verpflichtung und Mahnung zugleich."Das Faltblatt liegt an der Friedenskapelle und einigen öffentlichen Einrichtungen in Hückeswagen aus.

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