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Hückeswagen
Artikel vom:
16.07.2002
Ökumenischer Gottesdienst und Sommerfest an der Friedenskapelle
Von Anika Bever
Trotz des wenig ansprechenden Wetters ließen es sich am vergangenen Sonntag viele Menschen nicht nehmen, zum ökumenischen Gottesdienst und zum anschließenden Sommerfest an die Friedenskapelle Voßhagen zu kommen. Den Gottesdienst, der musikalisch von den Kirchenchören der evangelischen und der katholischen Gemeinde Hückeswagen untermalt wurde, hielten Dr. Peter Schmedding, Stadtdechant aus Lennep, und Pfarrer Schmidt-Behnke aus Remscheid.
Der ökumenische Gottesdienst ist Teil des alljährlichen Sommerfestes. Thematisch ging es darum, nicht nur den mangelnden Frieden zu beklagen, sondern auch den gegenwärtigen Moment zu genießen und diesem den richtigen Stellenwert einzuräumen. So stellte Peter Schmedding fest, dass alleine die Anzahl der anwesenden Gäste ein gutes Zeichen der Friedensarbeit sei. Außerdem ging es um das Thema "Streit", welches mit einer Lesung aus dem 13. Kapitel des Buches Genesis von Pfarrer Schmidt-Behnke eingeleitet wurde. Die dort beschriebene Streitsituation ließe sich in unsere Zeit übertragen, insbesondere am Begriff der "ethnischen Säuberung" und am jüngsten Beispiel der Balkanstaaten, so Schmidt-Behnke. Den Unterschied sieht er jedoch in der Lösung des Konfliktes: In der Bibel teilt der Mächtige, überlässt die Wahl des ersten Teiles jedoch dem Schwächeren. In den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens allerdings gebe es "Sieger und Besiegte und Flüchtlinge, die ihre Heimat verlassen mussten, weil Freunde und Nachbarn zu Feinden wurden."
In der biblischen Lösung lasse sich ein "zukunftsweisendes Verfahren" erkennen, da nicht zwei unvollkommene Hälften entstünden, sondern jeweils etwas Neues, das wachsen und sich weiterentwickeln könne. Nach dem nachdenklich stimmenden, aber auch ermutigenden Gottesdienst folgte ein fröhliches Sommerfest. Die Gäste konnten sich mit Kaffee und Kuchen, aber auch mit kalten Getränken und Gegrilltem stärken. Der Erlös des Sommerfestes geht wie in jedem Jahr an das Friedensdorf in Oberhausen. Dort werden verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten medizinisch behandelt.
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