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Bergisches Land
Artikel vom:
22.11.2002
Neuer Glockenturm für Friedenskapelle
Von Rainer Timm
Vor 17 Jahren wurde auf der Höhe über der Wuppertalsperre, in unmittelbarer Nähe der Stadtgrenzen von Hückeswagen zu Remscheid und Radevormwald, eine Kapelle errichtet. Die Friedenskapelle in Voßhagen. Benachbart dem Hofgebäude Voßhagen 1, benannt nach dem Besitzer Johann Peter Voß. Heute lebt hier der Künstler Bernhard Guski mit seiner Familie.
Und der stellt als Vorsitzender des Freundeskreises Friedenskapelle Voßhagen die Verbindung von Ort und Stätte der Besinnung her.Stahlrohr soll den Turm stützen äGuski gestern: "Der im Jahre 1988 errichtete Glockenturm ist im Laufe der Jahre marode geworden und muss wegen Einsturzgefahr erneuert werden." Inzwischen liegt das verzinkte Stahlrohr-Glockenstuhlgerüst bei Guski im Hof. Kosten rund 1 250 Euro. "Im Laufe der nächsten Woche wird es montiert." Das mit Unterstützung des Hückeswagener Schreiners Franz Iskra, der die ergänzenden Holzarbeiten ausführt. "Die Arbeiten wie das Material stiftet er dem Freundeskreis", zeigt sich Guski glücklich über das Engagement für den Verein.
Die in Brockscheid in der Eifel gegossene Glocke wird dann wieder sicher über der Kapelle hängen, die direkt neben dem russischen Ehrenfriedhof steht. Dort sind 44 Menschen aus der früheren Sowjetunion beigesetzt, die als Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkrieges hier in unserer Region gestorben sind. An Fleckfieber, Unterernährung oder durch Gewalt. Auf einem Stein stehen ihre Namen.
Freundeskreis will ein Zeichen setzen äDer Freundeskreis, mit Bernhard Guski und Dr. Peter Schmedding aus Remscheid an der Vereinsspitze, wollte und will mit der Kapelle - und auch den dort stattfindenden Veranstaltungen - ein Zeichen setzen, das abstrakte Wort Frieden in die Tat umzusetzen. Nicht zuletzt durch den Klang der Glocke, die täglich um 12 und 18 Uhr geläutet wird und immer wieder Besucher anlockt. Die Kapelle steht allen Menschen unabhängig von Nationalität und Religion jederzeit offen.
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