Archiv /
Bergisches Land
Artikel vom:
03.11.2004
Die Zauberflöte des Freimaurers: Eigenproduktion des Gummersbacher Stadttheaters
Gummersbach (kam). "Bruder Mozart und die Zauberflöte". So überschrieb die Remscheider Freimaurerloge "Zu den Romeriken Bergen" einen Vortrag über "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart. Mozart war selbst Freimaurerbruder.
Der Remscheider "Tempel" der Freimaurer konnte kaum alle Besucher fassen, so groß war das Interesse. Diesen Kunstgenuss können in Kürze auch alle Oberberger erleben. Denn die neueste Produktion des Gummersbacher Stadttheaters ist "Die Zauberflöte". Schon seit Jahrzehnten gibt es beste Beziehungen zwischen der Remscheider Chorszene und der Kreisstadt im Oberbergischen. Zu verdanken ist das Gus Anton, der in beiden Städten maßgeblich am kulturellen Angebot mitarbeitet. In Remscheid leitet Anton unter anderem den Remscheider Kammerchor. In Gummersbach arbeitet der Remscheider seit 1974 als Kulturbeauftragter und Leiter des dortigen Theaters. Aus diesem "wandeln zwischen zwei Welten" entstand eine fruchtbare Zusammenarbeit, die in diesem Jahr fortgesetzt wird. An der Produktion der "Zauberflöte" in einer Inszenierung von Siegfried Grote sind neben dem Kammerchor Remscheid auch die Bergischen Symphoniker (Orchestergemeinschaft Remscheid/Solingen) beteiligt - und natürlich Solisten sowie der Theaterchor Gummersbach. Gus Anton hat die musikalische Leitung.
Der öffentliche Vortragsabend der Remscheider Freimaurerloge diente sozusagen als Einstimmung in das Thema. Wolfgang Nieft und Volker Vogt von der Nordhäuser Freimaurerloge "Zur gekrönten Unschuld" stellten den Freimaurerbruder Mozart in einer Mischung aus Redevortrag, Video-Zusammenschnitt und Musikbeispielen vor. Dazu interpretierten sie anhand zwei berühmter Inszenierungen, unter anderem des schwedischen Filmregisseurs (und Freimaurers) Ingmar Bergmann, Mozarts letztes und nach wie vor populärstes Opernwerk.
Die Zauberflöte des Gummersbacher Theaters mit Remscheider Beteiligung wird aufgeführt am Samstag, 6. November, am 12., 14., 18. und 26. November jeweils um 20 Uhr im Stadttheater Gummersbach, Moltkestraße.
zurück
|