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Remscheid
Artikel vom:
08.03.2005
Grundschüler ließen ihre Fitness testen
Von Lenz Jacobsen
Am Ende schleppten sie sich nur noch durch die Halle: Die Kinder der Grundschule Am Stadtpark waren ganz schön erledigt, als sie den Fitnesstest hinter sich hatten. Hochsprung, Standweitsprung, Dauerlauf und noch einiges mehr standen gestern auf dem Programm, als sechs Studenten der Sporthochschule Köln gekommen waren, um die motorischen Fähigkeiten der Schüler zu testen.
Erst wurden sie gewogen und gemessen, dann wurde ihre Kraft, Ausdauer und Koordinationsfähigkeit in verschiedenen Disziplinen geprüft. Beim abschließenden sechsminütigen Dauerlauf ging einigen dann schnell die Puste aus. Sie konnten nur noch hechelnd im Kreis traben. Die Ergebnisse der Kinder dienen nun Wissenschaftlern des Kölner Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin als Grundlage für ihre Untersuchungen: Im Rahmen des landesweiten Projektes "Schwer mobil" wollen sie herausfinden, warum immer mehr Kinder und Jugendliche immer unsportlicher sind. Die Kinder werden über mehrere Jahre begleitet, ihre Entwicklung soll genau beobachtet werden. Deshalb gab es gestern am Ende auch noch einen langen Fragebogen für die Eltern mit nach Hause: "Wir wollen wissen, was das Kind nachmittags macht, wie sich die Familie ernährt und nicht zuletzt, wie die sozialen Umstände zuhause sind", erklärt Benjamin Koch, einer der Kölner Sportmedizin-Studenten.
Besonderes Augenmerk legen die angehenden Sportwissenschaftler und -lehrer dabei auf übergewichtige und motorisch ungeschickte Kinder. Denn deren Zahl nimmt immer weiter zu: Mittlerweile sind 16 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen übergewichtig, Tendenz steigend. Auch Karl-Heinz Bohl, der Leiter der Schule am Stadtpark, beobachtet diese Entwicklung mit Sorge: "Wir sehen die Problematik bei uns ja auch. Deshalb waren wir auch sofort bereit, an dem Projekt teilzunehmen." Die Studenten sind noch die ganze Woche im Auftrage der Wissenschaft an Remscheider Schulen und in den Sportvereinen der Region unterwegs. Die ersten Zwischenergebnisse des Projektes werden voraussichtlich in einem Jahr veröffentlicht.
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