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  Archiv / Radevormwald

Artikel vom: 19.10.2006

Voßhagen feiert Sonntag 20. Geburtstag der Friedenskapelle

Von Rainer Timm

Es ist ein Ort der Ruhe, ein Ort der Stille. Hier können Blick wie Gedanken schweifen. Voßhagen steht auf einem Hinweisschild an der Straße. Voßhagen liegt an der Stadtgrenze von Hückeswagen und Remscheid, unweit des Radevormwalder Gebietes oberhalb der Wuppertalsperre.

Es war vor 20 Jahren, als am 19. Oktober 1986 die Friedenskapelle Voßhagen eingeweiht wurde. Direkt neben den Gräbern der russischen Zwangsarbeiter errichteten eifrige Bürgerinnen und Bürger ein Kleinod der bergischen Kirchenszene.

Dabei machen Bernhard Guski und Dr. Peter Schmedding, Vorsitzender und Stellvertreter des Freundeskreises Friedenskapelle, immer wieder deutlich: "Diese Kapelle gehört keiner Kirche, sie gehört dem Freundeskreis und ist immer geöffnet."

Sonntag (22. Oktober) ab 15.30 Uhr wird der 20. Geburtstag entsprechend gefeiert. Der ökumenische Gottesdienst steht unter dem Motto "Der Himmel auf Erden". Stefan Richert, Pfarrer in Remscheid und in Hückeswagen Vorsitzender des Freundeskreises Stadtbibliothek, wird zusammen mit Dr. Peter Schmedding, inzwischen Pfarrer in Bonn, den Gottesdienst halten. Musikalisch gestaltet wird er von Renate und Gerald Wasserfuhr.

"Das Thema des Gottesdienst entstammt einer Eintragung im Gästebuch der Friedenskapelle", erläutert Dr. Schmedding. Es wird auch einige kurze Grußworte geben. Ursula Mahler, die stellvertretende Landrätin aus Rade, wird sprechen. Ebenso Hückeswagens Bürgermeister Uwe Ufer, Hartmut Demski, Superintendent des Kirchenkreises Lennep, und Thomas Kaster, Stadtdechant in Remscheid.

"Jeder ist jederzeit zum Gebet eingeladen", macht Bernhard Guski, der bekannte Hückeswagener Künstler, noch einmal deutlich. "Es gibt Gruppen", so Guski, "die kommen schon seit vielen Jahren in die Kapelle." So etwa ein Familienkreis, der Heilig Abend vor der Bescherung in die Kapelle kommt, hier betet, musiziert und singt.

Anlässlich des 20. Geburtstages hat der Freundeskreis eine Festschrift verfasst, die in verschiedenen Beiträgen an die Geschichte dieser Kapelle am Waldesrand erinnert. Der Verein hat inzwischen fast 100 Mitglieder. Neue sind jederzeit willkommen.

"Es können sich aber auch Menschen melden", so Bernhard Guski, "die bei der Gestaltung der Friedensgebete helfen. Menschen, die dann musikalische Beiträge liefern können." Bisher sind es im Schnitt 50 Besucher, die zu den regelmäßigen Friedensgebeten kommen. "Das ist schon eine erfreuliche Zahl", blickt Dr. Schmedding zurück.

Vorausblickend sei gesagt, dass die Geburtstagsfeier am Sonntag mit einem Sektempfang und einem Imbiss enden wird. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger.

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