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Artikel vom:
12.12.2006
Freundeskreis: Neue Tafel aus Respekt vor den Toten
Von Anika Bever
RGA-Volontärin Aleksandra Ilina hatte bei Recherchen über den russischen Ehrenfriedhof in Vosshagen entdeckt, dass die Namen der Verstorbenen auf den beiden Schrifttafeln zum Teil verdreht beziehungsweise falsch geschrieben sind.
Die Namen wurden damals von den Sterbeurkunden übernommen. Diese Urkunden waren zu diesem Zeitpunkt aber bereits mehrmals handschriftlich geändert bzw. abgeschrieben worden und sich wahrscheinlich dabei die Fehler eingeschlichen haben. Der Freundeskreis Friedenskapelle Voßhagen beschäftigte sich aufgrund des RGA-Artikels auf der Jahreshauptversammlung mit dem Thema.
Die Mitglieder wünschten, dass der Vorsitzende des Freundeskreises Bernhard Guski mit Bürgermeister Uwe Ufer klären soll, ob eine neue Namenstafel aufgestellt werden kann. Alle waren nämlich der Meinung, dass zu Ehren der Toten und aus Respekt vor ihnen eine Korrektur notwendig ist.
Ansonsten stand die Jahreshauptversammlung ganz im Zeichen des Jahresrückblicks und der geplanten Vorhaben für 2007. Das Jahr 2006 stand ganz im Zeichen des zwanzigjährigen Bestehens der Kapelle und des Freundeskreises. Es wurde unter anderem eine Festschrift erarbeitet, die den Mitgliedern zum Jubiläum ausgegeben wurde.
Neben den traditionellen Friedensgebeten gab es in diesem Jahr ein regelrechtes Programm. So fand im Mai ein Ausflug ins Ruhrgebiet für Mitglieder und Interessierte statt, bei dem Stationen der Route Industriekultur besucht wurden.
Im August fand das Sommerfest statt, dessen Erlöse wieder an das Friedensdorf in Oberhausen gingen. Der Höhepunkt des Jahresberichts war natürlich die Rekapitulation des Jubiläums am 22. Oktober, das mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang mit rund 300 Gästen begangen wurde.
Desweiteren betonte Guski die positive Entwicklung der Mitgliederzahlen, die durch 15 Neuanmeldungen auf 110 gewachsen ist. Im Anschluss wurde der Vorstand entlastet und auf weitere drei Jahre gewählt, womit Bernhard Guski und Dr. Peter Schmedding weiter den Vorsitz innehaben.
Für das kommende Jahr sind neben den regelmäßig stattfindenden Friedensgebeten ein auch wieder einige Highlights geplant. So wird am 10. Juni der Leiter des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg, Herr Dr. Götz Neuneck einen Vortrag zu dem Thema: "Der Streit um die Atomraketen - Besitz und Abschreckungspotential" halten.
Für den 2. September ist ein Benefizkonzert mit anschließendem Sommerfest geplant.
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