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  Archiv / Remscheid

Artikel vom: 26.01.2007

In der "Weiberwirtschaft" treffen sich Unternehmerinnen aus der Umgebung

Von Daniela Kebel

"Brave Mädchen warten auf den Prinzen, schlaue Mädchen satteln selbst das Pferd." Mit diesen Worten begann Lioba Heinzler ihren Vortrag am Mittwochabend in der Denkerschmette.

Die "Weiberwirtschaft" tagte. 16 Frauen waren zu dem einmal pro Monat stattfindenden Stammtisch gekommen, allesamt Unternehmerinnen aus Remscheid und Umgebung.

"Unsere Treffen sollen auch Anregungen geben für Frauen, die sich noch selbstständig machen wollen", sagte Heinzler. Denn nach dem einstündigen Vortrag gab es ausreichend Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und zu diskutieren. Lioba Heinzler begrüßte auch den einzigen Mann in der Runde, der zum Zuhören gekommen war.

Wie sich jedoch im Verlauf des Vortrags herausstellte, war der Rentner nicht etwa "der Prinz, auf den brave Mädchen warten". Denn als einziger männlicher Gast fühlte er sich offenbar berufen, Heinzler ständig zu unterbrechen und der Gesellschaft seine persönlichen Erfahrungen mitzuteilen.

Das störte, denn die Rede war strukturiert, brachte genau auf den Punkt, wie man seine berufliche Eigenständigkeit planen und organisieren kann. Nicht lange ließen sich die anwesenden Damen das Dazwischenreden gefallen und stoppten ihn mit der Frage: "Sie wollen sich also jetzt als Frau selbstständig machen?"

Inhaltlich tat es dem Referat jedoch keinen Abbruch. Heinzler erklärte, dass der erste Schritt vor der Selbstständigkeit ein Erkennen der eigenen Fähigkeiten sein muss. "Dinge, die mir besonders leicht von der Hand gehen, sind meine Stärke", sagte sie. Oftmals werden aber gerade die verkannt, weil sie keine große Anstrengung erfordern. Hat "frau" begriffen, was sie am besten kann, braucht sie eine Vision und natürlich ein Ziel, das ihren beruflichen Erfolg messbar macht.

Elemente aus Motivationstrainings, markige Sprüche und Fragen wie "Wer bin ich?" schienen zunächst oberflächlich zu sein. Doch sie waren geschickt in den Vortrag eingebunden, der letztlich konkrete Tipps an die Hand gab. "Schreiben Sie Ihre Ziele auf und entwickeln Sie einen Zeitplan", riet Heinzler.

Neue Ideen gab es zwar nicht, aber dafür eine Anleitung, wie Ideen entstehen können - und mit ihnen der berufliche Erfolg.

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