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  Archiv / Remscheid

Artikel vom: 31.01.2007

Rätsel um einen toten Afrikaner

Von Andreas Tews

Der Tod eines 23-jährigen Asylbewerbers aus Guinea (Westafrika) gibt Rätsel auf. Der Mann, der im Asylbewerberheim Bergfrieder Weg nahe dem Sana-Klinikum untergebracht war, starb vor einigen Tagen in der Uni-Klinik Essen.

Bei der dortigen Staatsanwaltschaft hat der Bruder des Toten Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung erstattet. Demnach sollen Betreuer des Heims und Mitarbeiter des Sozialamtes dem 23-Jährigen ärztliche Hilfe verweigert haben. Anderen Berichten zufolge hatte der junge Mann durchaus die Gelegenheit, zu einem Arzt zu gehen.

Eine Obduktion hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Essen ergeben, dass der Mann eines natürlichen Todes gestorben ist. Nach RGA-Informationen klagte der Guineer über Magenprobleme. Auch von einem Herzleiden ist die Rede. Den Fall haben die Essener Ermittler inzwischen an die Wuppertaler Staatsanwaltschaft abgegeben.

Der zuständige städtische Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz (SPD) erklärte, dass der 23-Jährige seit Mai 2006 nicht mehr beim Sozialamt war, um sich einen Krankenschein zu besorgen. Weiter wollte sich Mast-Weisz angesichts des möglichen Ermittlungsverfahrens nicht zu der Sache äußern.

Mit der Hausverwaltung der Asylbewerberheime hat die Stadt den Verein "Betreuung ausländischer Flüchtlinge" beauftragt. Dessen Geschäftsführerin Daniela Krein wies darauf hin, dass die Asylbewerber besonders in Notfällen jederzeit die Möglichkeit hätten, zum Arzt zu gehen. Sie und Mast-Weisz sagten zu, die Behörden bei eventuellen Ermittlungen zu unterstützen.

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