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Remscheid
Artikel vom:
21.06.2010
HASTENER FEST "Filiale" erwies sich einmal mehr als Zentrum
Von Sabine Naber
Dass die Hastener zünftig zu feiern verstehen, dass haben sie am Wochenende bewiesen, als Samstag und Sonntag zur "3. Hastener Meile" eingeladen wurde.
Ob auf dem Richard-Lindenberg-Platz, entlang der Hammesberger Straße, im Morsbachtal, am Steffenshammer oder in all den vielen Geschäften, die gestern zum verkaufsoffenen Nachmittag ihre Türen geöffnet hatten - überall war etwas los und die Stimmung hervorragend.
Im 30 Jahre alten "Memphis-Bus" mit der Wagennummer 17 (Sponsor ist die Firma Scheider) ging es von Feld aus regelmäßig zur Gerstau und zurück und Stadtführerin Barbara Hampe blickte während der Fahrt weit in die Geschichte zurück. Erzählte beispielsweise, dass der Kaufmann Richard Lindenberg für sein Stahlwerk 1904 ein französisches Patent, das sogenannte Lichtbogen-Verfahren gekauft hatte, mit dem der Stahl auf 4 000 Grad erhitzt werden konnte. Auch von den Polarwerken - "manche Europameisterschaft ist auf Remscheider Schlittschuhen gewonnen worden" -und der Straßenbahn, die 1893 vom Hasten aus auf Probefahrt gegangen war, berichtete sie unterhaltsam.
Auf der Bühne unterhielten derweil Sängerinnen und Sänger, Instrumentalisten und auch "Kerstin D. und ihre Kids" die Zuschauer. "In meinem Chor sind alles Kinder, die Spaß am Singen haben", erzählt Kerstin
Dächer, die im Hauptberuf Krankenschwester, aber Sängerin und Chorleiterin aus Leidenschaft ist.
Dass die Firma C.A. Picard an der Morsbachtalstraße Bleche härtet und schleift, aber unter anderem auch Sicherheitsstahl für die Panzerung von Fahrzeugen herstellt, das erfuhren die Gäste bei einem Rundgang durch das Betriebsgebäude. Wilhelm Morasch und Marcel Kellner, die hier zum Zerspanungsmechaniker ausgebildet werden, stellten ihre Werkstücke aus und auch über die Firmengeschichte des 1876 gegründeten Unternehmens konnte man sich informieren. Die Firma war mit ihrem Tag der offenen Tür zum ersten Mal bei der Hastener Meile dabei und freute sich über die vielen Besucher.
Der Werkschor der Firma Keiper sorgte gestern Vormittag für den musikalischen Frühschoppen und die Treckerfreunde hatten ihre historischen Traktoren und Landmaschinen am Werkzeugmuseum abgestellt.
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