Präsidium-Umbau abgespeckt
Wuppertal. Es ist nicht der ganz große Wurf, aber immerhin ein Anfang: Das marode Polizeipräsidium an der B 7 soll nach einer jahrelangen Hängepartie saniert werden. 11 Millionen Euro stellt die NRW-Landesregierung dafür zur Verfügung.
Zur Erinnerung: Seit Jahren klagte die 330-köpfige Belegschaft über bröckelnden Putz, ungesicherte und undichte Fenster, unhaltbare Zustände in den Laboren der Kriminaltechnik. Die komplette Sanierung wurde auf satte 24 Millionen Euro geschätzt. Jetzt gibt es weniger als die Hälfte.
Damit steht fest: Die abgespeckte Sanierung wird im laufenden Betrieb über die Bühne gehen müssen. Der seit Jahren diskutierte Plan, die Belegschaft während der Sanierung komplett in einer Ersatzimmobilie unterzubringen, ist damit vom Tisch. Die Kosten dafür wären zu groß. Laut Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW wird jetzt mit der Polizei eine Prioritätenliste erarbeitet. Angesichts der galoppierenden Energiekosten dürften die maroden Fenster, die Fassade, aber auch die veraltete Verkabelung im Haus unstrittig sein.
Wie schon Anfang März dieses Jahres berichtet, hat die Polizei für den Fall der Sanierung bereits einige spezielle Modernisierungswünsche geäußert. Ob man die erfüllen wird, ist letztlich eine Frage des reduzierten Sanierungsbudgets. Dass die Sanierung des komplett unter Denkmalschutz stehenden Präsidiums im letzten Moment doch noch kassiert wird, scheint ausgeschlossen - daran werde auch die Neuwahl des NRW-Landtages am 13. Mai dieses Jahres, nichts mehr ändern, hieß es gestern.
Laut BLB sind die 11 Millionen Euro definitiv bewilligt. Einen Zeitplan gibt es aber noch nicht. Eine Sprecherin gestern auf RGA-Nachfrage: "So schnell wie möglich. Die Gespräche mit der Polizei laufen." Bislang ging man davon aus, dass die Sanierung des Präsidiums etwa zwei Jahre dauern wird.