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Bergische Wirtschaft
Lear baut bei uns weiter ab
Von Gerhard Schattat
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Remscheid. "Wir waren über 600 Mitarbeiter, damals als uns Lear übernommen hat" erinnert man sich im Betriebsrat der Remscheider Niederlassung des US-Automobilzulieferers.
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Die einstige Firma Grote & Hartmann (GHW) galt als einer der führenden Systemhersteller für elektrische Verbindungstechnik und Komponenten in der Automobil-Hausgeräte und Kommunikationsindustrie. Das war 2004 gewesen - und damals hatte GHW hier Standorte in Wuppertal und Lüttringhausen. Übriggeblieben ist davon nur der Standort Schlosserstraße im Lüttringhauser Industriegebiet Großhülsberg mit derzeit rund 200 Beschäftigten.
Andere Betriebsteile wurden verkauft, immer wieder auch Mitarbeiterzahlen bei Lear selbst reduziert. Die restlichen 200 Lear-Beschäftigten sollen allerdings nun um 70 vermindert werden, wie der Betriebsrat bestätigt. "Die Logistik in Lüttringhausen wird aufgegeben", hieß es aus dem Betriebsrat. Das Hochregallager ist Drehscheibe für Lear-Produkte etwa aus deutschen und tschechischen Standorten.
Dabei spielte auch die frühere GHW-Galvanik in Wuppertal noch eine Rolle, die vor Jahren an ein anderes Unternehmen verkauft worden war. Die Wuppertaler Galvanik wurde Ende 2009 geschlossen. Lear will jetzt grundsätzlich die Logistik an einen Dienstleister auslagern. Lüttringhausen werde dafür nach Sicht von Lear nicht mehr benötigt.
Es verbleiben dann noch 130 Mitarbeiter in Lüttringhausen, die sich mit Vertrieb, Entwicklung und Konstruktion von Lear-Produkten befassen. Betriebsrat und Unternehmensleitung werden einen Sozialplan beraten, es wird Abfindungen geben. Vor allem für die Älteren werde es angesichts der weiteren Perspektive schwer, hieß es aus dem Betriebsrat. Verhindern ließe sich das Schließen der Logistik aber nicht.
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