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Bergisches Land
EC-Betrüger: 110 Opfer aus Remscheid?
Von Kerstin Neuser
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Bergisches Land. Das Geld war einfach weg. Mehrere Hunderttausend Euro, vielleicht noch viel mehr, haben die EC-Karten-Betrüger erbeutet. Mit Minikameras und Kartenlesegeräten haben sie ihre Opfer ausgespäht - auch in Remscheid. Im Ausland hat die Bande die Karten dann gefälscht und mit den Dubletten Gelder von den Konten abgehoben.
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Davon jedenfalls geht die Staatsanwaltschaft Wuppertal aus. Insgesamt neun Verdächtige - alle aus Rumänien - habe die Polizei seit Freitag in Lüdenscheid, Dortmund und Aschaffenburg festgenommen, teilte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert mit.
Sie sollen für die technischen Geräte und die Verwendung der Kartendubletten zuständig gewesen sein. Unter anderem fand die Polizei Kartenlesegeräte und Minikameras. Auf Bitten der Wuppertaler griffen auch die rumänischen Strafverfolger zu und setzten zwei mutmaßliche Bandenköpfe fest.
Ob es sich bei der Bande um die Täter handelt, die im Sommer 2008 mindestens 80 Bankkunden in Lüttringhausen und Hückeswagen abgezockt haben, ließ der Oberstaatsanwalt zunächst mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen offen.
Damals hatten Profis Bankautomaten manipuliert, Geheimnummern ausspioniert und dann mit Karten-Dubletten Geld unter anderem in Großbritannien abgehoben. "Skimming" (abschöpfen) heißt die Masche im Polizeijargon.
Die Ermittler bestätigten die Fälle damals erst auf RGA-Nachfrage - und schätzten den Schaden auf bis zu 80 000 Euro allein in Lüttringhausen. Wenig später räumten Unbekannte 30 Konten von Bankkunden in Lennep leer - Schadenshöhe unbekannt.
Zur gleichen Zeit stand in Mönchengladbach eine rumänische Kartenfälscher-Bande vor Gericht. Damals verhandelten Staatsanwälte und Verteidiger über eine Höchststrafenregelung. Im Gegenzug wollten die Angeklagten auspacken. Ob die aktuellen Festnahmen damit im Zusammenhang stehen, blieb offen.
Übersicht:
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