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Bergisches Land
Motorrad-Höllenengel sind ausgeflogen
Von Melissa Wienzek
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Solingen. Die Höllenengel sind offenbar ausgeflogen. Bereits seit zwei Monaten prangt kein "Hells Angels Midland"-Schild mehr über der Eingangstür der ehemaligen Gaststätte "Beim Öhm" in Solingen-Aufderhöhe, die Überwachungskamera ist demontiert, das signifikante Totenkopf-Emblem an der Toreinfahrt wurde überpinselt.
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Anstatt Gardinen schmücken jetzt Rollos die Fenster, nur ab und an scheint etwas Licht von der oberen Etage des Hauses an der Aufderhöher Straße 2 in das Untergeschoss.
Wo sich einst Harley Davidsons und BMWs tummelten, erinnern nur noch ein rot-weißer Anstrich sowie einzelne Wohnwagen auf dem Hinterhof an das "Charter Midland", das hier seine Basis hatte.
Obwohl der Präsident des Charters bereits im Mai versicherte: "Wir sind noch da!", schloss er einen Umzug nicht aus. Nun mehren sich die Hinweise, dass die weltweit agierende Rockergruppierung in die Nachbarstadt Langenfeld abgewandert ist.
An der ehemaligen Gaststätte "Gypsy Klause" an der Straße Hardt, keine sechs Kilometer vom mutmaßlichen Ex-Solinger-Clubhaus entfernt, steht seit Kurzem ein "Angel Place"-Schild vor und eins über dem Eingangsbereich.
Zudem ist auch die ehemalige "Gypsy Klause" bereits rot-weiß angestrichen worden - die typischen Hells-Angels-Farben.
Augenzeugen wollen die Höllenengel auf der gegenüberliegenden Tankstelle bereits des Öfteren gesehen haben. Die bekannten Fahrzeuge, die einst vor dem Solinger Clubhaus parkten, stehen nun vor dem "Angel Place" in Langenfeld.
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