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Hückeswagen
Aus dem Umzug des "Café Insel" zur Bahnhofstraße wird nichts
Von Markus Schumacher
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"Aus der Traum", sagt Gabriele Bauer traurig. Eigentlich wollte sie mit ihrem "Café Insel" von der oberen Islandstraße in die Bahnhofstraße 2 ziehen.Doch jetzt droht sie am Ende ganz ohne Geschäft dazustehen! Denn dem Vermieter in der Islandstraße hat sie schon gekündigt - doch von Jan-Peter Berheide, dem Besitzer der Bahnhofstraße 2, gab es plötzlich eine Absage. "Dabei hat er mir sein Wort gegeben", versteht Bauer die Welt nicht mehr.
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Berheide betont, dass er natürlich zu seinem Wort stehe: "Aber von Frau Bauer kam nichts, daher war ich dann irgendwann auch nicht mehr verpflichtet." Er habe Gabriele Bauer im Dezember 2009 erstmals gefragt, ob sie Interesse an dem Geschäft an der Bahnhofstraße habe. Da sei man sich auch schnell einig gewesen.
Und Berheide legte los: Er begann das ehemalige Ladengeschäft von Spielwaren Heinhaus so umzubauen, dass es in der einen Hälfte ein Café und in der anderen eine Parfümerie beherbergen kann, beantragte bei der Stadt die nötige Nutzungsänderung, besorgte sich Geld bei den Banken. Da wurde es schwierig: "Ich brauchte einen Geschäftsplan von Frau Bauer. Doch den habe ich nie bekommen."
Außerdem wollte er von seiner zukünftigen Erstmieterin wissen, wo er welche Wand einreißen sollte, wie die Kabel verlegt werden sollten. "Doch sie hat nur gesagt, sie will dort eine Kaffeemaschine hinstellen und da eine Fototapete aufkleben. Das war alles." Ihm schwebte da mehr vor. "Viel mehr!"
Bauer: "Er meinte, ich sollte da noch 50 000 bis 100 000 Euro investieren. Aber wofür? Er wollte doch alles umbauen. Ich wollte nur umziehen." Und dass sie einen Geschäftsplan vorzeigen sollte, passte ihr auch nicht, denn schließlich betreibe sie seit vier Jahren bereits ein Café: "Das ist mein Geschäft."
Berheide sagt, er habe Bauer zuletzt ein Ultimatum gestellt: "Sie sollte ein Konzept vorlegen und sagen, was sie hier gebaut haben will." Als das dann auch vorbei war, habe er die Notbremse gezogen und Bauer abgesagt. "Ich investiere hier eine nicht unerhebliche Summe Geld, da muss dann auch schon etwas bei rumkommen." Für ihn ist die Bahnhofstraße 2 nämlich eine der besten Lagen in der Stadt. Und wenn die Stadtstraße fertig ist, werde die Immobilie nochmals aufgewertet.
Gabriele Bauer hofft nun, dass ihr alter Vermieter mit sich reden lässt und sie wenigstens ihr bestehendes Café weiter führen kann. "Ich hatte auch schon eine neue Werbekampagne in Auftrag gegeben und Stühle bestellt", sagt sie, "das muss ich nun alles noch versuchen abzubiegen."
In die Bahnhofstraße 2 wird wohl trotzdem ein Café kommen: "Ich habe da schon einige Interessenten an der Hand", sagt Berheide. Er habe das Interesse an dem Gebäude kolossal unterschätzt: Bis vorige Woche habe er viele Anfragen abwimmeln müssen - nun könnte trotzdem alles ganz schnell gehen. Schon fest steht, dass die Parfümerie Walkhoff in eine Hälfte des Ladenlokals zieht.
Übersicht:
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