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Radevormwald
Junger Rader glänzt am Herd
Von Nadja Lehmann
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Die Ausgangsbedingungen waren ungünstig. Die Küche in der Wuppertaler Berufsschule, in der Daniel Pasinski sein Menü komponieren sollte, kannte er (im Gegensatz zu seinen Konkurrenten) nicht. "Ob Mixer, Gabel oder Messer - ich musste mir alles zusammensuchen. Und mich mit den Eigenheiten von Herd und Backofen erst vertraut machen", erzählt der junge Radevormwalder.
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Außerdem sei er davon ausgegangen, für vier Personen kochen zu müssen: "Dann hieß es, für acht. Das war schon eine Umstellung." Doch Daniel Pasinski ließ sich nicht verunsichern und gewann den 1. Preis bei den Jugendmeisterschaften im Hotel-/Gaststättenverband Nordrhein.
"Ich bin freudig überrascht", gesteht sein Lehrmeister, Horst Schmitz vom Restaurant Ülfetal. Dort absolviert Daniel Pasinski seine Ausbildung. Im Juni wird er seine Prüfung ablegen und auch erst einmal im "Ülfetal" bleiben. Denn mit diesem verbindet den 19-Jährigen viel: "Als ich in der 9. Klasse war, habe ich dort mein Praktikum gemacht. Und das Geld für meinen Führerschein habe ich mir dort durch Ferienarbeit verdient."
Eine Passion, die langsam gewachsen ist. Denn familiär ist sie nicht bedingt, zumindest nicht auf den ersten Blick. "Mein Vater hat zwei linke Hände, meine Mutter ist normal begabt", erzählt Daniel Pasinski lächelnd. Allerdings: Der bereits 1977 verstorbene Großvater war Koch und zwar in einem Sterne-Restaurant.
Quasi auf "Sterne-Pfaden" wandelte der Enkel jetzt ebenfalls. Musste er beim Wettbewerb doch ein komplettes Vier-Gänge-Menü komponieren: "Die Zutaten wurden uns genannt, dann hatten wir 30 Minuten Zeit, etwas zu kreieren."
Meeresfrüchten galt der erste Gang: Pasinski komponierte einen Salat aus Kalmar, Schnecken und Muscheln. Gefolgt von einer Suppe aus Karotten, Zitronengras und Perlhuhnspießen. Das Hauptmenü bestand aus Kalbsbrust, Wirsing und Kartoffelplätzchen, das Dessert aus Apfelparfait und Vanillesauce.
Knapp sechs Stunden brutzelten die sechs Konkurrenten, die aus einer Vielzahl von Bewerbern zunächst durch eine theoretische Prüfung herausgesiebt wurden, um die Wette, stimmten sich mit dem Service ab (der ebenfalls einen Wettbewerb absolvierte) und bekochten die Gäste. "Da blieb zum Reden nicht viel Zeit", sagt der junge Koch. Extra trainiert hat er für den Wettbewerb nicht: "Jeden Tag bis zu zwölf Stunden in der Küche zu stehen, ist Training genug!"
In rund sechs Wochen wartet dann der Landeswettbewerb. Und später vielleicht mal Kochen auf dem Schiff oder im Ausland. Nur ein eigenes Restaurant, das ist Daniel Pasinski (noch) zu riskant.
Übersicht:
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