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Radevormwald
Nie zu spät für Musik
Von Nadja Lehmann
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Für Musik ist man nie zu alt. Oder zu jung. Genauso sieht das die Radevormwalder Musikschule e.V., die sich mit ihren Angeboten an die Kindergarten-Klientel ebenso wendet wie an die Senioren.
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Die Resonanz allerdings ist unterschiedlich."Musikgarten" heißt das Zauberwort, unter dem sich Kinder im Alter von zwei bis vier mit ihren Eltern einmal wöchentlich im Familienzentrum Kottenstraße versammeln, um in die Welt der Töne und Klänge einzutauchen.
"Manche Kinder sind mit 18 Monaten das erste Mal dabei", berichtet Musikschuldozent Eckhard Richelshagen, der das Projekt koordiniert. Vor Ort leitet es seine Kollegin Gudrun Buttchereyt. "Die Kinder lernen rhythmische Basics, es wird geklatscht und viel gesungen, Fingerspiele gemacht", beschreibt Richelshagen. Das Ziel: Die Kleinen spielerisch an die Musik heranführen. "Damit sie dann, wenn sie später ein Instrument erlernen möchten, es leichter haben", sagt Richelshagen.
Dabei sind in der Kottenstraße keineswegs nur die eigenen Kindergarten-Kinder willkommen. Stattdessen wird das Familienzentrum zur Anlaufstelle für alle Eltern (auch Oma und Opa) und ihre Sprösslinge. "Es ist wichtig, dass die Eltern dabei sind, sich Zeit nehmen, etwas mit den Kindern zusammen machen", sagt Richelshagen. Die Kosten betragen monatlich 18 Euro.
Ein ähnliches Angebot gibt es auch im Kindergarten "Sprungbrett", "und die Eröffnung von weiteren Gruppen wäre möglich", meint Richelshagen, dem es wichtig ist, dass die Musikschule näher an die Zielgruppe herangerückt ist. Früher wurde der Musikgarten in den Räumen der Volkshochschule angeboten.
Dagegen haben die Senioren (noch) nicht den Weg zur Musik gefunden. Sie wollte Michael Borner, einer der beiden Musikschulleiter, mit dem Projekt "Fit mit Musik", das sich an musikalische Wiedereinsteiger richtet, locken. Dazu gehörten Tänze, ein Folklore-Ensemble, das Erlernen der Akkordzither. "Es läuft nicht ganz so, wie wir uns das gedacht haben", räumt Michael Borner ein. Die Tanzgruppe fiel mangels Teilnahme aus, für die Zither interessierten sich nur ein paar Individualisten.
"Wir müssen klären, ob die Angebote die richtigen sind", sagt Borner. Denn natürlich seien die Senioren von heute andere als früher: "Vielleicht wollen sie lieber in der Lederjacke rocken als Folklore machen . . ."
Die beiden Dozentinnen Stephanie Hölzle und Sandra Zapp aber wollen weitermachen. Mit einem überarbeiteten Angebot, in dem die Musikschule wahrscheinlich noch in der ersten Jahreshälfte neue Akzente setzen will.
- Wer sich für den "Musikgarten" oder "Fit mit Musik" interessiert, kann unter 932176 Kontakt aufnehmen. Dort gibt`s weitere Infos.
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