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Remscheid
Blaue Augen sind im Sport vorprogrammiert
Von Peter Kuhlendahl
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Wie sieht die Zukunft des Sports in Remscheid aus? Wie ändert sich das Sportverhalten? Wie ist es um die Sportstätten beschaffen, und welchen Bedarf wird es geben? Im Jahr 2006 hatte die Stadt die Forschungsstelle "Kommunale Sportentwicklung" der Bergischen Universität beauftragt, einen Sportentwicklungsplan aufzustellen.
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Im vergangenen Jahr hat die Stadt den Auftrag erweitert. Die Forschungsstelle solle ein Moderationsverfahren vorbereiten, um die Umsetzung des Prozesses der Sportentwicklung vorzubereiten. Dabei sollen die Politik, die Verwaltung, die Sportvereine und die Öffentlichkeit miteinbezogen werden.
Am Dienstag fand im Rahmen eines offenen Forums die Auftaktveranstaltung des Moderationsverfahrens statt, das bis zum 10. Juni dauern wird. "Es soll unter dem Motto Sportentwicklung auch in der Krise stehen", stellte Hans-Peter Meinecke, der Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Sport, auch gleich den aktuellen Bezug zur derzeitigen Spardiskussion her.
Es folgte eine Zusammenfassung der Ergebnisse von Dr. Hübner. Der Sportbund Remscheid hat sich in den vergangenen Jahren bei den Vereinen umgehört, und Geschäftsführerin Daniela Hannemann erläuterte dieses Ergebnis. Zentrales Thema ist der demographische Wandel. "Und bezeichnend ist, dass der prognostizierte Bevölkerungsrückgang der Realität hinterher hinkt", so Dr. Hübner.
Dennoch: Trotz dieser Entwicklung und des Wandels des Sportverhaltens, sind die Sportstätten in der Stadt weiter fast komplett ausgelastet. "Angesichts der Finanzsituation müssen wir aber ein Gesamtkonzept finden. Und ohne das ein oder andere blaue Auge wird es nicht abgehen", so Stadtdirektor und Sportdezernent Burkhard Mast-Weisz, der auf den drohenden Verkauf des Röntgen-Stadions verwies.
Um so überraschender war es, dass es bei der sich anschließenden Diskussion aus den Reihen der Vereinsvertreter und Politiker kaum Wortmeldungen gab. "Ich dachte, es geht ein wenig lebhafter zu", bekannte auch Sportamtschef Bernd Fiedler. Aber vielleicht warten alle Beteiligten die Arbeitsgruppen ab, die in den kommenden Wochen zusammenkommen, um zu Ergebnissen zu kommen. Los geht es mit dem Thema "Entwicklung der Halleninfrastruktur" am 19. April.
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