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Remscheid
Spiele bringen die Menschen einander näher
Von Bastian Hamacher
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Wer erwachsene Menschen mit "Bumbing Cars" rennen fahren oder für ihre Kinder Seifenblasenlauge anrühren sehen wollte, musste am Samstag in die Akademie Remscheid kommen. Für viele Erwachsene gilt Spielen als nicht angemessen, schon gar, wenn auch noch ein pädagogischer Einfluss zu spüren ist. Dass das weder so sein muss, noch so sein sollte, zeigte der 31. Spielmarkt.
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"Ursprünglich war das eine Fachtagung oder Messe für Spieleentwickler und Spielpädagogen, auf der neue Spieltypen vorgestellt und neue Konzepte weitergegeben werden sollten", erklärte Studienleiter Michael Roth. Aber seit 2009 schließt sich an die beiden Tage für Fachbesucher ein öffentlicher Besuchertag an. Und an diesem Samstag bewahrheitete sich wieder, dass doch in jedem ein Spielkind verborgen ist.
Kinder spielen immer begeistert, toben, basteln. Aber vor allem auch Erwachsene verloren sich zwischen den Ständen, tief versunken im vielfältigen Angebot. Dabei haben alle Spiele hier einen pädagogischen Ansatz, egal ob es um Umwelt oder kulturelle Vorurteile geht, alle wollen spielen oder testen. "Viele Spieleverlage probieren hier aus, wie neue Konzepte ankommen", erklärte Roth.
"Interkulturelles Lernen und Integration durch spielen", nennt das Mariam Katongole. Selber mit ghanaischen Wurzeln, weiß sie besonders um die Möglichkeiten, die Spiele hier bieten. "Es ist egal ob 'Mensch ärgere dich nicht', 'Back Gammon' oder 'Bao', für alle Spiele gibt es in allen Kulturen und Zeitaltern eine Abwandlung", sagte sie und leitete daraus ab, dass es keine kulturtypischen Spiele gibt.
Das ist für Katongole der erste Schritt zu der Einsicht, dass viele Menschen sich kulturelle Unterschiede nur einbilden oder einreden. Über gemeinsame Spiele zur gemeinsamen Kultur führt die Überlegung.
Für Kinder ist dieser Weg noch einfacher: "Kinder haben mehr Fantasie, sind offener, lernen schneller." Erwachsene seien vorsichtiger, hätten aus Erfahrung Ressentiments - manchmal auch gegen das Spielen. Katongoles Rat: "Mehr spielen, das macht Spaß und bringt einander näher!"
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