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Remscheid
Erst Feuer, dann Wasser
Von Axel Richter
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Wie betäubt blicken die Nachbarn den tiefschwarzen Rauchfahnen nach, die sich mit dem Wind in den stahlblauen Himmel verflüchtigen. Auf der Straße sind sie gelandet, derweil die Feuerwehr immer mehr Wasser in den brennenden Dachstuhl ihres Hauses an der Rudolfstraße in Kremenholl pumpt. Und damit auch jene Wohnungen schwer beschädigt, in denen das Feuer nicht gewütet hat.
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Am Ende des gestrigen Tages kommen die Bewohner der am schlimmsten betroffenen Räume bei Freunden und Verwandten unter. Eine Familie mit drei Kindern bringt die Stadt ersatzweise unter.
Über die Ursache des Brandes, der gestern gegen 9.30 Uhr in der Dachgeschosswohnung des dreistöckigen Wohnhauses lodert, herrscht bisher Ungewissheit.
Mehrere Anrufer melden sich bei der Feuerwehr. Brandrauch und Flammen dringen aus den Fenstern der obersten Wohnung.
Die Berufsfeuerwehr und die Feuerwehren Hasten und Morsbach - 26 Einsatzkräfte insgesamt - rasen nach Kremenholl. Die Bewohner des Hauses - 15 Menschen sind darin gemeldet - haben sich bereits auf die Straße gerettet. Die Bewohner des brennenden Dachgeschosses sind nicht zu Hause.
Die Feuerwehr, die das nicht wissen kann, schickt einen Trupp zur Rettung in das Gebäude. Von außen bringen die Helfer zwei Drehleitern in Stellung, sie reißen die Pfannen vom Dach, um die Flammen zu bekämpfen.
Gegen 9.50 Uhr folgt die Entwarnung: Kein Mensch ist mehr im Gebäude. "Alles ist gut gegangen", kommentiert Dietmar Blaum, der als zweiter Zugführer den Einsatzleiter vor Ort unterstützt. Die Feuerwehrmänner betreuen die Hausbewohner zwischenzeitlich in einem ihrer Fahrzeuge.
Ob sie schon bald wieder in ihre Wohnungen hineindürfen, ist nicht sicher. Denn nach den Feuerwehrmännern betreten zunächst Kripobeamte die Brandruine in der Rudolfstraße.
Die suchen nun nach der Ursache für das Feuer. Und fragen nach der Höhe des Sachschadens, den der Brand hinterlassen hat.
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