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Remscheid
Das Sana-Klinikum unterstützt die Ärztliche Beratungsstelle
Von Anja Carolina Siebel
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Die Grausamkeiten, die das sechsköpfige Team der Ärztlichen Beratungsstelle Bergisch Land täglich sieht, reichen weit. Kinder und Jugendliche, die an der Burger Straße vorstellig werden, haben meist ein schweres Schicksal durchlitten: wie die Schwestern des Zweijährigen, den seine Eltern zu Tode geprügelt haben. Oder die 13-Jährige, die als Grundschülerin von einem Freund der Eltern brutal missbraucht wurde.
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"Unsere Terminkalender sind proppevoll", sagt Birgit Köppe-Geisendrees, Leiterin der Beratungsstelle.
"Wartelisten wollen wir aber wegen der Dringlichkeit möglichst vermeiden." Trotz konstanten Bedarfs muss das Sozialpädiatrische Zentrum künftig auf 20 Prozent des städtischen Zuschusses verzichten.
Dieser Anteil fiel der Streichliste der Stadt zum Opfer. Das Sana-Klinikum erklärte sich jetzt bereit, die dadurch entstehende finanzielle Lücke von 16 000 Euro im Jahr dauerhaft zu schließen.
"Wir würden", versichert Sana-Geschäftsführer Oliver Bredel, "bei Bedarf auch noch mehr zahlen, wenn wir diese wichtige Institution damit erhalten können."Über 20 Jahre gibt es die Ärztliche Beratungsstelle Bergisch Land e.V. Einst gegründet von Kindermedizinern des Klinikums, hat die Anlaufstelle sich mittlerweile mit Sana-Abteilungen wie der Kinderstation und der Kinderneurologie vernetzt.
Rund 200 Kinder mit unklaren physischen oder psychischen Verletzungen behandeln die Psychologen jährlich.
"Viele Familien werden durch das Jugendamt oder Kinderärzte zu uns geschickt", erklärt Köppe-Geisendrees. Die finanzielle Unterstützung kommt gelegen: "Wir waren immer auf Spenden angewiesen. Mit der Kürzung hätten wir enorme Schwierigkeiten gehabt."
Übersicht:
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