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Remscheid
Am Ende des Weges steht Selbstvertrauen
Von Anja Carolina Siebel
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Frauke Türk und Tugce (15) haben sich gesucht und gefunden. Die Leiterin der Remscheider Gesundheitskonferenz ist die Mentorin der Schülerin der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Rosenhügel. "Tugce und ich hatten von Anfang an einen Draht zueinander", sagt Frauke Türk - und die junge Türkin kann das nur bestätigen. In ganz Nordrhein Westfalen gibt es das Mentorinnen-Projekt.
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In Remscheid koordiniert es die Regionale Arbeitsstelle für Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien (wir berichteten). Partnerschule ist die GHS Rosenhügel. "Der Sinn ist", fasst Frauke Türk noch einmal zusammen, "dass Frauen, die fest im Berufsleben stehen, jungen Mädchen aus Migrantenfamilien beim Start in den Beruf helfen."
Zehn "Mentees", also zu begleitende Mädchen, waren es, die zu Beginn des vergangenen Schuljahres ihren Mentorinnen zugeteilt wurden. Tugces Ziel war damals eigentlich schon klar: Sie wollte Arzthelferin werden. "Ich stand dem erstmal kritisch gegenüber", sagt ihre Mentorin. Viele von Tugces Klassenkameradinnen hatten das gleiche Ziel; die Aussichten auf eine Stelle sind nicht die besten. "Ich habe ihr auch eine Gehaltsliste gezeigt", berichtet Türk.
Dass sie möglicherweise nur 1000 Euro netto verdienen wird, macht Tugce nichts aus. "Ich möchte diesen Beruf unbedingt lernen", machte die hübsche 15-Jährige beharrlich klar.
Praktika hat sie gemacht, in einer Arztpraxis und in einer Apotheke. "Die Beurteilungen waren sehr gut", ist Frauke Türk stolz. Rund zweimal im Monat trafen sie sich, übten Bewerbungen schreiben, führten intensive Gespräche, schauten aber auch mal Fußball zusammen. "Eigentlich wäre das Projekt mit den Ferien zu Ende", sagt Türk. "Wir haben uns aber entschieden weiterzumachen."
Und Tugce? Sie hat vor allem eines mitgenommen: "Ganz viel Mut und Selbstvertrauen."
Das nächste Projekt startet im September. Weitere Infos im Internet unter der Adresse www.mentorin-neue-wege.de
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