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Remscheid
Bald Parkgebühren in der Altstadt?
Von Kerstin Neuser
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Er hatte damit gerechnet, dass ein Sturm der Entrüstung losbricht. "Wir haben hier Paramako gehabt - und jetzt wollen die hier Parkgebühren einführen?" Doch bislang wartet Gunther Brockmann, Vorsitzender der Lenneper Karnevalsgesellschaft (LKG), vergeblich auf öffentliche Gegenwehr.
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Der Stadtrat hatte im Rahmen seines Sparpaketes beschlossen, die Einführung von Parkgebühren zu prüfen - auch für Lennep, auch für die Altstadt. In Hasten regt sich bereits Widerstand, CDU-Mann Quinting wirbt um Protest gegen mögliche Parkgebühren. Aus Lennep war öffentlicher Protest bislang nicht zu hören, bedauert Gunther Brockmann, der nicht nur in Vereinen aktiv ist, sondern auch Mitglied der Wählergemeinschaft WiR.
Mitte der 90er-Jahre hatten die Lenneper landesweit Aufsehen erregt, weil sie mit einem Bürgerbegehren eben jene Parkgebühren gekippt hatten. "Paramako", kurz für Parkraummanagementkonzept, hieß damals das Gespenst vor allem der Lenneper Händler. Sie bangten um ihre Existenz: Gebühren könnten ihre Kunden abschrecken.
"Die Geschäftswelt müsste sich jetzt normalerweise auf die Hinterbeine stellen", sagt Brockmann im RGA-Gespräch. Parkgebühren wären "absolut kontraproduktiv". Sobald die Parker zahlen müssten, blieben Kunden fern - oder suchen kostenlose Lücken. Die Vorkehrungen für Schranken auf dem alten Obi-Gelände seien schon da, warnt Brockmann: "Dann fahren die Leute doch direkt ins CentrO Oberhausen."
Nächste Woche will er mit anderen Vertretern der Lenneper Traditionsvereine sprechen. Eigentlich sehe er Lennep Offensiv als Sprachrohr der Händler in der Pflicht. Aber auch die Traditionsvereine würden sich überlegen, in welcher Form sie protestieren. Viel Zeit bleibt nicht: Bis Oktober soll die Stadt prüfen, dann entscheidet der Stadtrat.
Das Sparpaket treffe Lennep an vielen Punkten, sagt Brockmann. "Ich wundere mich, dass da noch nicht mehr los ist." Wird der Schützenplatz wie geplant verkauft, fiele der zentrale Veranstaltungsplatz für Lennep weg. Der Jahnplatz - bislang gratis für Vereine - soll bewirtschaftet werden. Als Anhaltspunkt: Für den Schützenplatz seien heute pro Veranstaltungstag 110 Euro fällig, für den Aufbau 55 Euro, sagt Brockmann. Für einige Aktionen möge sich das lohnen - andere drohen zum Zuschussgeschäft zu werden.
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