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Wermelskirchen
Die Ära der Parkscheinautomaten ist vorbei
Von Andreas Weber
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Die Parkscheinautomaten haben ausgedient. Nach zwölf Jahren verschwinden die einst heftig umstrittenen Münzsammler aus der Innenstadt. "Blutige Schlachten sind politisch um die Dinger geführt worden, jetzt sind wir froh, dass sie wegkommen", meinte Henning Rehse (WNK UWG) gestern Abend in der Ratssitzung erleichtert.
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Stilllegung und Abbau wurden einstimmig beschlossen. "Das gibt's doch gar nicht", staunte Bürgermeister Eric Weik ob des einhelligen Stimmverhaltens. Die harten Fakten hatten auch den letzten Kommunalpolitiker überzeugt. Denn alle 14 der antiquierten, teilweise kaputten Kästen sind zu Geldgräbern geworden. Sie kosten mehr, als sie einbringen.
Ein kompletter Austausch, die einzige Lösung, hätte die Stadt 75 000 Euro gekostet, jährliche Wartungskosten und Eigenleistungen nicht eingerechnet (der WGA berichtete). Der Rat ließ Vernunft walten. Zu einem Übergangskonzept für die Parkraumbewirtschaftung entschloss er sich noch nicht.
Der Technische Beigeordnete Dr. André Benedict Prusa hatte zuvor den Entwurf für eine einjährige Testphase mit Parkscheiben vorgestellt. Dieser teilt die Innenstadt in drei Bereiche. Im Kern (Telegrafen-, Kölner-, Obere Remscheider Straße, Bügeleisen, Untere Eich und Carl-Leverkus-Straße) soll in Zukunft eine Parkdauer von einer halben Stunde gewährt werden. Dies geschehe nach dem Prinzip der hohen Umschlagsfrequenz, meinte Prusa: "Wo viel los ist, wird kurz geparkt."
Die Randzone, der Brückenweg, Remscheider Straße, Thomas-Mann-Straße, Schillerstraße, Jörgensgasse, Bürgerzentrum, Katt, Gymnasium und Oberer Loches-Platz zugeschlagen werden sollen, gewährt zwei Stunden Parkzeit. In der Rathaus-Garage soll vier Stunden das Fahrzeug abgestellt werden können, der Untere Loches- sowie der Schwanenplatz wären komplett frei.
Der Entwurf zieht auch einen äußeren Ring, zu dem Gymnasium, Hallenbad, König-, Dabringhauser-, Danziger, Hohe- und Jahnstraße zählen. Dort soll ebenfalls frei geparkt werden können.
Volker Schmitz (CDU) schmeckte der Schnellschuss einer neuen Parkraumbewirtschaftung nicht. "We are not amused", hielt er der Stadtverwaltung im Namen seiner Fraktion entgegen.
Was im Haupt- und Finanzausschuss (22. Februar) als Tischvorlage angerissen worden sei, wäre im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr (1. März) schon wieder anders dargestellt worden. Im StuV hatte das Rathaus nämlich die Einführung von Tagestickets angedacht.
Schmitz fand das Vorgehen "kurios". Bürgermeister Eric Weik widersprach in der Sache nicht, warb aber bei allen Fraktionen um Verständnis, denn die Stadt hätte bei dem Schlussstrich unter die Ära Parkautomaten unter "zeitlichem Druck" gestanden. So einfach, wie ihm das mancher Kommunalpolitiker flapsig nahegelegt hätte ("Ein Parkraumkonzept kann man mal eben auf einen Bierdeckel schreiben") sei es dann aber doch nicht gewesen, verteidigte Weik die von seinem Dezernenten vorgestellten Ideen.
Die Entscheidung darüber wurde in die nächste Ratssitzung vertagt, weil die Christdemokraten noch Beratungsbedarf sehen. Eine positive Grundstimmung war aber im Rat zu erkennen. Die 30 Minuten Kurzparken sind ganz im Sinne der SPD und Friedel Burghoff (Bürgerforum) frohlockte: Wir laden die Menschen in unsere schöne Innenstadt zum Einkaufen ein, ohne dass wir Eintrittsgeld verlangen."
Übersicht:
KURZ NOTIERT
KATT Pause & Alich kommen
Karikaturist Robin Chadwick stellt aus
Neue Ideen für den Stadtjugendring
Hose runter und Hüften geschwungen
Die Ära der Parkscheinautomaten ist vorbei
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Humor lockert übermächtige Trauer auf
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