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Wermelskirchen
Langes Warten hat sich gelohnt
Von Andreas Weber
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(AWe). Sabine Straßburger, Leiterin der Häuslichen Krankenpflege GmbH, erfüllt sich einen langgehegten Wunsch. Als Ergänzung zur Tagespflege der Diakonie in der Dörpfeldstraße schließt die Dabringhauserin im Dorf eine Versorgungslücke."Es soll eine Einrichtung sein, in der die Natur eingebunden ist", hatte sich die 50-jährige Firmenchefin als Ziel gesetzt.
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Fast zwei Jahre suchte Sabine Straßburger nach einem geeigneten Objekt mit einem großen Garten. In der Südstraße 45 wurde sie schließlich fündig.
Die Preisverhandlungen über das fünf Jahre leerstehende Zweifamilienhaus gestalteten sich langwierig, erst im Oktober 2009 unterzeichnete sie den Kaufvertrag. Im Januar begann der Um- und Anbau des Gebäudes, das von 180 auf 256 Quadratmeter erweitert und mit einer einladenden Terrasse versehen wurde.
Aufgrund des harten Winters dauerte es zwei Monate länger als geplant, bis auch der letzte Handwerker raus war. "Es hat sich gelohnt", findet Sabine Straßburger: "Hier habe ich zu 100 Prozent gefunden, was ich suchte."
Bis zu 14 pflegebedürftige Senioren können von dem Pflegeteam um Waltraud Schmidt (Leiterin) und Dunja Gregorovic (Stellvertreterin) wochentags von 8 bis 17 Uhr betreut werden.
"Unsere Kunden werden mit einem umfangreichen Programm körperlich und geistig angeregt", betont Waltraud Schmidt. "Wir sehen uns als die Tagestöchter der Senioren", ergänzt Sabine Straßburger.
Eingebettet in Frühstück, Mittagessen (das vom Krankenhaus geliefert wird) und Kaffeetrinken sollen Gymnastik, Gedächtnistraining, Singen, Spielen, Kochen, Buchlesungen und Malen bei den Besuchern keine Langeweile aufkommen lassen.
Extra eingerichtet wurde ein leicht abgedunkelter Ruheraum, in der die älteren Herrschaften entspannen und eine "Wohlfühloase" (Straßburger) vorfinden werden. Der völlig renovierte und erweiterte Flachbau lebt ansonsten von seiner Helligkeit und dem Weitblick durch die Glasfronten über Dabringhausen hinweg.
Es gibt eine geräumige Dusche plus eine Toilette. Grundpflege ist in der Vergütung inbegriffen. Ohne Stufen und Treppen (das Souterrain bleibt dem Personal vorbehalten) ist die ebenerdig angelegte Tagespflege überall behinderten- und seniorengerecht.
Auf dem weitläufigen Rasen, der einen Teich zu bieten hat, wird ein Pavillon aufgestellt. Auch Tiere sollen angeschafft werden. "Uns schwebt eine Art Streichelzoo vor", meint Straßburger.
Viele Anfragen, selbst über die Stadtgrenzen hinaus, lassen Sabine Straßburger hoffen, bald ausgelastet zu sein.
Denn eine Tagespflege mit Außenanlage ist so häufig nicht. In der Regel werden es Menschen mit (beginnender) Demenz sein, aber auch körperlich Behinderte, die im "ars vivendi" die Kunst des Lebensalters genießen. Drei Mitarbeiterinnen werden immer vor Ort sein.
Am Wochenende und an Feiertagen wird die Einrichtung gemeinnützigen Vereinen und Selbsthilfegruppen kostenlos zur Verfügung stehen.
Interessenten melden sich bei "ars vivendi", Südstraße 45, 21 93 / 500 98 88 oder 01 60 / 741 93 95 (Schmidt).
Infos zur häuslichen Krankenpflege GmbH:
Das Unternehmen:
Die Häusliche Krankenpflege GmbH gründete Krankenschwester Sabine Staßburger im April 1996. Firmensitz ist die Rot-Kreuz-Straße 28. Mit Aushilfen beschäftigt sie heute rund 200 Mitarbeiter.
Die Standbeine:
Neben der häuslichen Pflege kümmert sich Straßburger um betreute Wohngemeinschaften, bietet Intensiv- und Beatmungspflege sowie Wundmanagement an.
Weitere Neuerung:
Ab dem 1. August übernimmt Straßburger die betreuende Pflege der Burg-Residenz in Unterburg. Im Brezelbäckerhaus gibt es elf Seniorenwohnungen.
Erweiterung:
Zum Grundstück in der Südstraße 45 gehören weitere 2 000 qm Bauland. Eine Option, die Sabine Straßburger vielleicht irgendwann nutzen will. Interessante Ideen hat die stets zu neuen Ufern strebende Pflegefachfrau schon, will diese aber noch nicht verraten.
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