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17.04.2012 02:14

Tannenhof: Arbeiten für neues Bettenhaus haben begonnen

Von Andreas Tews

Zoom Der Neubau mit Notaufnahme und zentralem Haupteingang entsteht direkt neben dem Jochen-Klepper-Haus (links). Computerbild: "Das Architekturbüro"

Von einem "Quantensprung" in der Evangelischen Stiftung Tannenhof spricht der kaufmännische Direktor, Dietmar Volk. Für 10,5 Millionen Euro lässt die Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie auf ihrem Gelände einen Neubau errichten, der das Gesicht des Krankenhauses verändern soll. "Vor allem froh, dass es jetzt losgeht", zeigte sich gestern sein medizinischer Direktoren-Kollege Professor Klaus Windgassen.

Zusammen mit dem geistlichen Direktor, Pfarrer Uwe Leicht, vollbrachten die beiden gestern den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau. Der soll direkt in der Nachbarschaft des größten Bettenhauses der Klinik, dem Jochen-Klepper-Haus, entstehen. Das Gebäude soll nicht nur Platz für die 63 Patienten bieten, die derzeit noch im mittlerweile zu kleinen und in die Jahre gekommenen Ludwig-Steil-Haus untergebracht sind. Auch der künftig in Richtung Lüttringhausen ausgerichtete Haupteingangsbereich und eine Notaufnahme sollen darin untergebracht sein. Bei dieser Gelegenheit soll das Jochen-Klepper-Haus, das mit dem Neubau direkt verbunden sein wird, auch ein neues geschlossenes Not-Treppenhaus erhalten.

Dieses Projekt soll der Startschuss für eine bauliche Neuausrichtung des Tannenhofs sein. Zu einem guten Teil will man sich bei der Stiftung von der bisherigen Pavillon-Bauweise verabschieden.

"Neue Medizin braucht auch neue Gebäude", begründet dies Dietmar Volk. Außerdem sollen die einzelnen Abteilungen des Tannenhofs räumlich näher zusammenrücken. Ärzte, Pfleger und auch das andere Personal sollen künftig kürzere Wege haben, damit sie mehr Zeit für die Patienten haben.

Die zentralen Klinik-Gebäude sollen künftig einen hufeisenförmigen Komplex bilden, der zur Ausgust-Erbschloe-Straße hin und damit in Richtung Lüttringhauser Ortskern geöffnet sein wird. Zu den Plänen gehört auch ein Bettenhaus-Neubau, der später das 44 Jahre alte Ludwig-Steil-Haus ersetzen wird.

Windgassen spricht von einer "drangvollen Enge" die derzeit vorherrsche. Die soll bereits mit der Fertigstellung des jetzt entstehenden Hauses im Spätherbst 2013 ein Ende haben.

Die künftige Ausrichtung des Tannenhofs zum Stadtteil hin sieht der geistliche Direktor Leicht nicht nur architektonisch, sondern auch inhaltlich. Die Klinik wolle sich bewusst den Bürgern Lüttringhausens öffnen.

Die Stiftung strebt auch eine Hauptzufahrt von der August-Erbschloe-Straße aus an. Hier steht laut Volk aber noch die straßenbaurechtliche Genehmigung des Landes aus.

TANNENHOF-NEUBAU

PLÄNE In dem jetzt entstehenden Neubau auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof sollen drei allgemeinpsychiatrische Stationen für insgesamt 63 Patienten, ein neuer Eingangsbereich für die gesamte Klinik, eine neue Notaufnahme und eine Verbindung zum Jochen-Klepper-Haus entstehen.
KOSTEN Die Baukosten sollen nach jetzigen Planungen bei 10,5 Millionen Euro liegen.
ZEITPLAN Nach dem symbolischen ersten Spatenstich gestern sollen die Baufirmen direkt loslegen. Das neue Haus soll im November 2013 bezogen werden.



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