Tannenhof: Arbeiten für neues Bettenhaus haben begonnen
Von Andreas Tews
Von einem "Quantensprung" in der Evangelischen Stiftung Tannenhof spricht der kaufmännische Direktor, Dietmar Volk. Für 10,5 Millionen Euro lässt die Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie auf ihrem Gelände einen Neubau errichten, der das Gesicht des Krankenhauses verändern soll. "Vor allem froh, dass es jetzt losgeht", zeigte sich gestern sein medizinischer Direktoren-Kollege Professor Klaus Windgassen.
Zusammen mit dem geistlichen Direktor, Pfarrer Uwe Leicht, vollbrachten die beiden gestern den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau. Der soll direkt in der Nachbarschaft des größten Bettenhauses der Klinik, dem Jochen-Klepper-Haus, entstehen. Das Gebäude soll nicht nur Platz für die 63 Patienten bieten, die derzeit noch im mittlerweile zu kleinen und in die Jahre gekommenen Ludwig-Steil-Haus untergebracht sind. Auch der künftig in Richtung Lüttringhausen ausgerichtete Haupteingangsbereich und eine Notaufnahme sollen darin untergebracht sein. Bei dieser Gelegenheit soll das Jochen-Klepper-Haus, das mit dem Neubau direkt verbunden sein wird, auch ein neues geschlossenes Not-Treppenhaus erhalten.
Dieses Projekt soll der Startschuss für eine bauliche Neuausrichtung des Tannenhofs sein. Zu einem guten Teil will man sich bei der Stiftung von der bisherigen Pavillon-Bauweise verabschieden.
"Neue Medizin braucht auch neue Gebäude", begründet dies Dietmar Volk. Außerdem sollen die einzelnen Abteilungen des Tannenhofs räumlich näher zusammenrücken. Ärzte, Pfleger und auch das andere Personal sollen künftig kürzere Wege haben, damit sie mehr Zeit für die Patienten haben.
Die zentralen Klinik-Gebäude sollen künftig einen hufeisenförmigen Komplex bilden, der zur Ausgust-Erbschloe-Straße hin und damit in Richtung Lüttringhauser Ortskern geöffnet sein wird. Zu den Plänen gehört auch ein Bettenhaus-Neubau, der später das 44 Jahre alte Ludwig-Steil-Haus ersetzen wird.
Windgassen spricht von einer "drangvollen Enge" die derzeit vorherrsche. Die soll bereits mit der Fertigstellung des jetzt entstehenden Hauses im Spätherbst 2013 ein Ende haben.
Die künftige Ausrichtung des Tannenhofs zum Stadtteil hin sieht der geistliche Direktor Leicht nicht nur architektonisch, sondern auch inhaltlich. Die Klinik wolle sich bewusst den Bürgern Lüttringhausens öffnen.
Die Stiftung strebt auch eine Hauptzufahrt von der August-Erbschloe-Straße aus an. Hier steht laut Volk aber noch die straßenbaurechtliche Genehmigung des Landes aus.
TANNENHOF-NEUBAU
PLÄNE In dem jetzt entstehenden Neubau auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof sollen drei allgemeinpsychiatrische Stationen für insgesamt 63 Patienten, ein neuer Eingangsbereich für die gesamte Klinik, eine neue Notaufnahme und eine Verbindung zum Jochen-Klepper-Haus entstehen.
KOSTEN Die Baukosten sollen nach jetzigen Planungen bei 10,5 Millionen Euro liegen.
ZEITPLAN Nach dem symbolischen ersten Spatenstich gestern sollen die Baufirmen direkt loslegen. Das neue Haus soll im November 2013 bezogen werden.
Lesen Sie auch:
| 09:55 | |
| 09:53 | |
| 09:15 | |
| 09:09 | |
| 08:36 |
Interview: Hilgens Fußball-Chef will "Linie treu bleiben"
INTERVIEW DER WOCHE Hilgens Fußballchef Klaus Nierhoff über Abstiegsschmerz, Spielerversagen und das Verhältnis zum BV Burscheid.
»weiterKrimi: Mörderisches Training im Bergischen
Wuppertal. Kommissar Fassbinder möchte sich in seinen wohlverdienten Ruhestand absetzen, doch dann weckt noch ein letzter Fall sein kriminalistisches Interesse. Vier Top-Manager eines Wirtschaftsunternehmens nehmen an einem Survival- Training im Bergischen Land teil, das für sie aber zur Qual wird.
»weiterTheater "Nora" - zum letzten Mal
Muskelshirt und Käppi kommen bei Bewerbungen nicht gut an
Bergisches Land. Unterhaltsam und mit vielen praktischen Tipps präsentiert sich der neue Ausbildungsatlas der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid. Ein wichtiges Thema des Atlas: Wie bewerbe ich mich richtig?
»weiterHeißes Eisen: Gifte im Wasserschutz
Die Lagerfläche für Schüttgüter an der Hauptstraße 99 in Dhünn ist zu einem heißen Eisen geworden. Um die am 23. Mai 2006 erteilte Baugenehmigung und die damit verbundene Nutzung zu sichern sowie Schadensersatzansprüche zu vermeiden, hält es die Stadt für erforderlich, den Landschaftsplan an dieser Stelle zu ändern.
»weiterOrdnungsamt kontrolliert an der Wuppertalsperre
Noch ist das Chaos an der Wuppertalsperre weitgehend ausgeblieben. Das Ordnungsamt setzt auf Kontrollen - im Kampf gegen Falschparker und Vandalismus.
»weiterKein offizieller Grillplatz in Hückeswagen
Tagsüber mussten am Dienstag bei über 30 Grad im Schatten viele Hückeswagener im Büro brutzeln. Aber spätestens am Abend holten viele ihren Grill raus und ließen saftige Steaks, Koteletts oder Würstchen kross werden. Bei einer Fahrt durch die Stadt war fast überall Grillgeruch zu schnuppern.
»weiterBreiti: "Wir würden aber auch das Kölsch-Lied singen"
Seit 31 Jahren sind sie nun bereits im Geschäft: Die Toten Hosen. Erfolgreicher denn je verläuft ihre aktuelle "Krach der Republik"-Tour. Am 29. Juni wollen die Düsseldorfer Punkrocker Halt das Stadion in Köln einheizen. Zuvor stand uns Breiti in einem Interview Rede und Antwort.
»weiter
Temperatur:
|
|
Heute gibt es nur stellenweise Sonnenschein, sonst ist es stark bewölkt, und die Temperaturen steigen am Tage auf 28 Grad. Nachts gehen die Werte dann auf 14 Grad zurück. Der Wind weht nur schwach aus nordwestlichen Richtungen.
weiter
| |