Viele offene Fragen offen nach Hubschrauberabsturz
Von Stefan Melneczuk und Andreas Tews
Nach dem Hubschrauberabsturz am Samstagabend, bei dem auf einem Feld der Ortschaft Spieckern vier Insassen verletzt wurden, laufen die Ermittlungen der Polizei und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung auf Hochtouren. Wie die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung berichtet, war bei dem Unfall mit Totalschaden kein Alkohol im Spiel: Ein entsprechender Test verlief negativ.
0Jetzt muss geklärt werden, warum der 55 Jahre alte Pilot aus Remscheid die Kontrolle über die Maschine verloren hat. . "Alle Beteiligten sind befragt worden", hieß es von der Polizei. Vor weiteren Befragungen müssten die Insassen aber zunächst "gesunden", sagte Sprecherin Anja Meis. Im Laufe der Woche gehen die Ermittlungsergebnisse an die Bezirksregierung als Genehmigungsbehörde und an die Staatsanwaltschaft. Der Hubschrauber wurde sichergestellt und von Experten der Deutschen Flugsicherung in Augenschein genommen.
Unterdessen gehen die Wuppertaler Stadtwerke von einem "beträchtlichen Sachschaden" an der Hochspannungsleitung aus, in die der Hubschrauber bei seinem Fehlstart geraten ist.
Von einem Hubsteiger aus haben Techniker die beschädigte Leitung nach dem Kurzschluss in Augenschein genommen, abgesichert und provisorisch repariert. Das Ausmaß der notwendigen Arbeiten lasse sich derzeit aber noch nicht abschätzen, hieß es gestern.
Jenseits dessen bleiben zum Unfallhergang offene Fragen: Wie berichtet, waren nach der angeblich unfreiwilligen Landung - ein Passagier (63) soll über Übelkeit geklagt haben - noch der Sohn des Piloten (27) und eine Freundin (24) zugestiegen. Danach kam es zum Fehlstart.
Bedeckt hielt man sich auch bei den anderen untersuchenden Behörden. Ergebnisse erwartet man bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen erst Mitte Mai. Dann liege ein "Statusbericht" vor, sagte ein Sprecher der Behörde in Braunschweig. Zu der Frage, ob der Hubschrauber überhaupt bei Spieckern landen durfte, wollte Bernd Hamacher, Sprecher der Bezirksregierung, nichts sagen und verwies an das Luftfahrtbundesamt. Dort wiederum wollte man sich zu den schwebenden Verfahren nicht äußern.
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