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22.03.2013 02:15

Rader zünden einen Riesenkracher am Rögy

Von Axel Richter

Zoom Das blieb übrig von dem illegalen Kracher, den die Rader in Lennep zündeten. Die Feuerwehr kam in Löschzugstärke. Foto: Wolfgang Krömer

Der Knall war gewaltig und der Rauchpilz tiefschwarz. Für den Lenneper, der am gestrigen Morgen aufgeregt zum Telefon griff, stand deshalb fest: Am Rögy herrscht Gefahr im Verzug. Er rief die Feuerwehr: "Die Schule brennt!" Das tat sie nicht, was der Mann aber nicht ahnen konnte. Vielmehr hatten sich 19 Besucher aus der Nachbarschaft einen üblen Scherz mit den Lennepern erlaubt.

Zu den "Chaostagen", mit denen die angehende Abiturientia zurzeit ihre bevorstehende Reifeprüfung feiert, waren die Schüler des Radevormwalder Theodor-Heuss-Gymnasiums vermummt und verkleidet am Rögy vorgefahren. Dort zündeten sie am Morgen einen Knallkörper, "der in Deutschland aus gutem Grund weder erlaubt noch zu haben ist", sagt Wolfgang Krömer, Einsatzleiter der Feuerwehr: "Das ist schon was für Erwachsene." Er stellte den Kracher sicher und übergab ihn der Polizei.

Die Autokennzeichen hatten sie nicht abgedeckt

Die verdächtigte zunächst andere, für den Knall am Rögy verantwortlich zu sein, kam den 19 Radevormwaldern dann jedoch schnell auf die Spur. Denn wohl hatten sie sich verhüllt - am Rader THG feierten die Pennäler schließlich "Inkognito-Tag". Dass sie die Kennzeichen ihrer Autos aber besser verdecken, bevor sie ihren Streich ins Internet stellen, hatten die Gymnasiasten allerdings nicht bedacht. Jetzt ermittelt die Kripo gegen die Jugendlichen.

Schließlich hatten sie einen illegalen Sprengkörper gezündet, und das ist ein Straftatbestand. "Die hatten überhaupt keine Ahnung, was sie mit ihrem Scherz auslösen", sagt Wolfgang Krömer, der Feuerwehrmann. Dennoch müssen sie für die Folgen gerade stehen. Die Stadt wird den Jugendlichen die Kosten des Feuerwehreinsatzes in Rechnung zu stellen.

452 Euro verlangt die Stadt - zugunsten der Jugendlichen sei nur eine Einsatzzeit von einer halben Stunde in Rechnung gestellt worden, heißt es dort. Außerdem kam ein Auto zu Schaden, die Rechnung folgt wohl noch.

Die 19 Rader zeigten sich zerknirscht von ihrem nach hinten losgegangenen Abiturientenstreich. Zahlen wollen sie gemeinsam. Das THG, das Rögy, die Polizei und die Feuerwehr hoffen auf den erzieherischen Effekt.



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