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26.05.2012 02:05

Jubiläum bei der Firma Hilverkus

Von Michael Albrecht

Zoom Eingespieltes Quartett (von links): Claudia, Rainer, Christa und Alfred Hilverkus, deren Familienbetrieb 50 Jahre besteht. Foto : Herbert Draheim

Im Handwerk sind Familienbetriebe der Regelfall. Der Vater gründet den Betrieb, der Sohn übernimmt, der Enkel steht ebenfalls in den Startlöchern, um möglicherweise irgendwann einmal das Steuer zu übernehmen. Dass es auch bei der Firma Hilverkus einmal so kommen wird, ist mehr als wahrscheinlich. Enkelsohn Moritz Alfred tritt in die Fußstapfen von Vater Rainer und Opa Alfred. Im Herbst beginnt der 16-Jährige in Remscheid die Ausbildung zum Anlagenmechaniker Sanitär und Heizungsbauer.

Als sein Großvater und Firmengründer Alfred Hilverkus am 1. Juni vor 50 Jahren nach erfolgreicher Ausbildung und Meisterschule den Betrieb eröffnete, wurden die Vertreter des Gewerkes noch Klempner oder Installateur gerufen.

Anfangs in der Wustbacher Straße beheimatet kam schon wenige Jahre nach dem Schritt in die Selbstständigkeit der Umzug zur Hermannstraße, wo die Eltern ein Haus gebaut hatten. Bis heute ist dort der Firmensitz. Im Laufe der Jahre wandelte sich nicht nur die Berufsbezeichnung, sondern auch die Arbeitsfelder. Heute müssen sich Sohn Rainer Hilverkus (47) und die beiden angestellten Gesellen außer in den traditionellen Sparten auch mit Solaranlagen, Wärmepumpen und anderen regenerativen Energie- und Heiztechniken bestens auskennen.

Da trifft es sich gut, dass Rainer Hilverkus vor dem Einstieg in den elterlichen Betrieb (1991) erst eine Lehre zum Heizungsbauer und dann ein Studium zum Diplomingenieur für Versorgungstechnik in Köln absolviert und einige Jahre in einem Planungsbüro Erfahrungen gesammelt hat.

Heute teilen sich Vater und Sohn die Aufgaben. Während der 77-jährige Seniorchef seinen Fokus auf die Büroarbeit, bei der er von Ehefrau Christa und Schwiegertochter Claudia unterstützt wird, konzentriert, ist der Junior für die technische Abwicklung der Aufträge verantwortlich. Dabei steigt aber auch für ihn kontinuierlich die Schreibtischarbeit. "Die Regeltechnik wird immer komplexer. Deshalb brauchen wir auch gute Leute, die Rohre verlegen können und sich mit Elektronik auskennen", beschreibt Rainer Hilverkus das Anspruchsprofil für seine Mitarbeiter.

Dass dies nicht einfach ist, wissen die Hilverkus´ aus jüngster Vergangenheit. Eine habe Vorzeitig aufgegeben. Sie habe die Anforderungen wohl unterschätzt, bedauern die beiden Firmenchefs. Sie suchen deshalb einen technisch und mathematisch begabten Jugendlichen, der im Herbst die Ausbildung beginnt.

Aber erst einmal wird mit Kunden, Kollegen und Freunden gefeiert und zwar am kommenden Freitag in der Hermannstraße.



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