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04.06.2012 02:10

Muhle am rauschenden Back

Von Hartmut Engelbrecht

Zoom Gottvertrauen - in diesem Fall half auch der Verlass auf Leonardo da Vinci, welcher mit simplen Konstruktionen große Lasten tragen half. Foto: Hans Dieter Schmitz

Wer vom Organisationsteam des Stadtkirchenfestes vielleicht die stille Hoffnung noch gehegt haben mag, dass sich das metereologisch manchmal sehr eigenwillige Bergische Land an diesem Sonntag auch aus der angekündigten Regenfront ausklinkt, dem plädderte Petrus schon in den Familiengottesdienst die hörbare Botschaft: "Außenaktivitäten könnt Ihr streichen."

So kam das Spielmobil des EC mit seinem sonst immer gerne genutzten, vielfältigen Angebot gar nicht erst, und die Verpflegungsstationen wurden von vornherein in die zum Glück ja reichlich vorhandenen Räume des Gemeindezentrums verlagert.

Hier eröffnete der Ev. Posaunenchor Stadt das Festprogramm, ehe sich die trotz der leidlichen Witterung zahlreichen Besucher den vielen Angeboten verschiedener Gemeindegruppierungen widmen konnten.

Da gab es Bastel,- Mal- und Spiel-Angebote für Kinder ebenso wie Informationen über die Arbeit der Diakoniestation. Eine gut bestückte Tombola zugunsten der Krankenstation der Wermelskirchener Ärztin Eva Ziegler in Log-Logo (Kenia) ließ manchen Besucher des Festes schwerer nach Hause tragen als er gekommen war.

Die Familienkirche gab Gästen unter dem Thema "Gemeinsam" unter anderem die Möglichkeit, aus losen Latten die da-Vinci-Brücke nachzubauen, die - richtig konstruiert ohne jeden Nagel oder ähnliche Hilfsmittel - selbst von Erwachsenen begehbar ist. Außerdem warben die Mitarbeiter mit einem Film für die Unterstützung einer Behindeten-Lebensgemeinschaft in Kamerun, zu deren Gunsten man auch dort hergestellten Schmuck erwerben konnte.

Die "Good-News-Singers" demonstrierten bei ihrem Auftritt, dass sie weiter intensiv proben; Kantor Johannes Meyer lud zweimal zur Orgelvorführung Interessenten auf die Empore ein, und der Posaunenchor stellte seine Instrumente vor und lud zum Probeblasen ein.

Einen unterhaltsamen Programmabschluss für die ganze Familie boten Vater Stefan Wiesbrock und sein elfjähriger Sohn Luka auf der Jugendetage. Es war erst der dritte gemeinsame Auftritt des Duos nach der Vorpremiere am 11. Februar und dem richtigen Start am 12. Mai in der Schwelmer Kulturfabrik; aber die beiden haben für sich eine Nische entdeckt.

Vater und Sohn haben für sich eine Nische im Musikangebot entdeckt

Sie setzen auf Volkslieder mit deutschen Texten, die sie aber je nach Geschmack und Intention gerne auch mal textlich bearbeiten oder musikalisch anders interpretieren. Da gibt es dann beispielsweise "Der Mond ist aufgegangen" als Rap oder "Es klappert die Muhle an rauschenden Back" in einer amerikanisierten Version.

Eher Lukas Einfluss ist dann wohl sowas wie Marlon Roudettes "New Age" zuzuschreiben.

Bei den Einnahmen setzten die Veranstalter auf die Spendenbereitschaft der Gäste, denn sowohl die üppige Auswahl am Kuchenbüffet als auch die Salatauswahl gab es gratis gegen eine freiwillige Spende, und damit ist man sicherlich nicht schlecht gefahren.



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