Eifgenbach-Weg feierlich eingeweiht
Von Thomas Wintgen
Mit einer Wanderung bis Schöllerhof weihten am Samstag bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen rund 75 Menschen den Eifgenbach-Weg in Wermelskirchen feierlich ein. Es ist dies ein gemeinsames Projekt im Rahmen der Regionale 2010 mit den Städten Wermelskirchen, Burscheid, den Gemeinden Kürten und Odenthal, dem Wupperverband sowie dem Rheinisch-Bergischen Kreis.
Der Eifgenbachweg ist eines von 24 Projekten, erinnerte der Geschäftsführer der Naturarena, Mathias Derlin. Wermelskirchen war am Samstag die sechste "Verbindung von Wanderwegen auf hohem Niveau"; in diesem Jahr werden noch zwölf, im kommenden Jahr sechs eingeweiht.
Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke nannte den Eifgenbach-Weg "mustergültig"; er demonstrieree, dass nicht nur bunte Pläne fabriziert, sondern diese auch umgesetzt würden - und das hier in guter Zusammenarbeit etwa mit der RVK (Stichwort "Wanderbus") oder dem SGV, der beim Auszeichnen der Wege eine große Hilfe war.
Der Weg erschließe ein Stück Heimat und "behutsam ein wertvolles Stück Landschaft", was "touristisch sehr attraktiv" sei, gerade auch für die Naherholung. Der Landrat bat, diese Natur wertzuschätzen und die Notwendigkeit zu erkennen, behutsam damit umzugehen.
Bürgermeister Eric Weik fand den Wanderparkplatz am Samstag ähnlich "überfüllt" wie es seit kurzem die Innenstadt mit Radfahrern ist. "Es bewegt sich was, das können wir sehen", sagte er, "und die Stadt profitiert davon." Es komme jetzt etwas zurück von langen Planungen - auch dank öffentlicher Mittel in geldknappen Zeiten.
Bernd Wille, Geschäftsführer des Wupperverbands, nannte das Eifgental "fast ein Kulturgut der Wasserwirtschaft" und erinnerte daran, dass der Mensch hier nicht zuletzt deswegen auf Eingriffe in die Natur verzichtet habe, weil das Tal lange als Talsperre geplant war.
Auch Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan freute sich, dass die Zusammenarbeit gut funktioniert habe. "Wir fahren die Ernte von acht Jahren Arbeit ein", sagte Dr. Reimar Molitor, Ex-Geschäftsführer der in Auflösung befindlichen Regionale 2010 und heute im Vorstand des Region Köln/ Bonn e.V.
Das Eifgental sei einer der reizvollsten Bachläufe im Bergischen, bestätigt RBN-Vorsitzender Mark vom Hofe. Das typische Mittelgebirgstal ist eines der wenigen ohne Straßen in Längsrichtung und hat auch darum eine ökologische Wertigkeit, "deren Güte bis weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist", sagte Kreis-Sprecherin Birgit Bär am Samstag.
Nicht umsonst sei das Eifgenbachtal Flora-Fauna-Habitat- (FFH-) Gebiet, ein Naturschutzgebiet von europäischem Rang und der ganz besonderen Art und trage zum Aufbau eines zusammenhängenden Systems aus Schutzgebieten in ganz Europa bei.
EIFGENBACH-WEG
AM SAMSTAG legte Das Bergische neue Faltblätter vor:
EIFGENBACHWEG Der eingeweihte Weg (15 km, ca. 4 Std., leicht) führt von Wanderparkplatz Neuemühle bis Schöllerhof und ist eine von 14 Touren an Eifgenbach und der Große-Dhünn-Talsperre.
TÄLER UND HÖHEN heißt der 13-km-Rundweg (3,5 Stunden, mittelschwer), der von Schöllerhof durch den Wald nach Luchtenberg, weiter nach Bremen und unterhalb von Haussels in Richtung Lindscheid führt (E 3).
AUF ALTEN PFADEN heißt der 7- km-Weg (2 Std., mittelschwer) vom Wanderparkplatz Bellinghausen (nahe Kaltenherberg) ins Eifgental hinab und in Höhe Markusmühle über Eschhausen und Dünweg wieder zurück (E 2).
VOM PARK INS TAL heißt ein leichter, 2-stündiger 8-km-Rundweg vom Wanderparkplatz Eifgen (Neuemühle) auf der Asmannskottener Seite des Eifgentals bis zum Wanderparkplatz im Eifgen und ab der Berger Mühle auf der West-Nord-Seite des Bachs zurück.
PLÄNE / KARTEN liegen ab sofort u.a. im Rathaus aus.
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