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18.04.2012 02:14

Außensauna im Sportcenter soll im Oktober fertig sein

Von Frank Michalczak

Zoom Geschäftsführer Ronald Eden (zweiter von links) wurde gestern beim ersten Spatenstich für die Außensauna am "life-ness" von Politikern umrahmt: An der Schaufel zeigten sich Karl-Heinz Fischer (UWG), Margot Grüterich (SPD), Bürgermeister Dr. Korsten, CDU-Vorsitzender Christian Viebach und Ralf-Udo Krapp (Aufsichtsratschef der Bäder GmbH, von links). 500000 Euro werden nun investiert. Foto: Michael Sieber

Im Oktober soll die Außensauna im Sportcenter an der Kottenstraße fertig sein. Kostenpunkt: "Bis zu 500.000 Euro". Noch wirkt das Außengelände am Freizeitzentrum "life-ness" wie eine Mondlandschaft. Meterhoch türmt sich dort Erdreich auf. Zwischen einzelnen Kratern steht ein Bagger, der mit seinen Greifarmen Schlamm und Steine an der Kottenstraße zur Seite räumt.

Aus dieser ungastlichen Umgebung soll in den nächsten Monaten eine Wohlfühl-Oase werden - eine Außensauna. Sie nimmt bis Oktober Konturen an und bietet den Gästen des Freizeitzentrums künftig zusätzlich eine Lounge, ein Bistro und eine Ruhezone vor einem offenen Kamin.

Obwohl die Arbeiten eigentlich bereits begonnen haben, schritten gestern Kommunalpolitiker mit "life-ness"-Geschäftsführer Ronald Eden zur Tat, um symbolisch den ersten Spatenstich vorzunehmen. Für Eden wurde damit das nachgeholt, was bei der Eröffnung des "life-ness" verpasst wurde: "Die Außensauna ist ja keine Erweiterung, sondern eigentlich die Fertigstellung unseres Hauses." Dafür hatte nach einer ganzen Reihe von Pannen beim Bau des Freizeitzentrums 2009 aber das Geld nicht mehr gereicht.

Das war schade: Denn gerade im Saunabetrieb, so Bürgermeister Dr. Josef Korsten, lassen sich Gewinne erzielen. "Ein Schwimmbad ist immer ein Verlustgeschäft. Mit der Sauna kann man Geld verdienen." Und genau dies ist das Ziel, das Geschäftsführer Eden mit dem Bauprojekt verfolgt, für das ihm "bis zu 500000 Euro" zur Verfügung stehen. Am Ende soll ein Wellnessbereich entstanden sein, der an die vorhandene Sauna im Inneren des Freizeitzentrums angedockt wird. Im "life-ness" befinden sich bereits eine finnische und eine Bio-Sauna sowie ein Dampfbad. Bis zu 30 Gäste können sich hier zeitgleich aufhalten, wobei es aber bisher keinen separaten Ruheraum gibt.

Event-Sauna mit "griechischem Abend und bayerischen Wochen"

Nun kommt auf dem Außengelände einiges hinzu, was Saunafreunde schätzen. Vom Kaltwasserbereich über das Bistro bis hin zur neuen "Event-Sauna", in dem das "life-ness"-Team regelmäßig besondere Aktionen anbieten will: "Vom griechischen Abend bis hin zu bayerischen Wochen ist vieles denkbar." Herzstück sind aber besondere Aufgüsse, bei denen Wellness-Fans auf ihre Kosten kommen sollen.

Umrahmt wird das neue Gelände von einem drei Meter hohen Sichtschutz, der bepflanzt wird. Zusätzlich wollen sich die Verantwortlichen bei dem Bau der Außensauna die Perspektive eröffnen, irgendwann einmal ein zusätzliches Element zu errichten - eine Erdsauna. "Die Vorarbeiten dazu werden nun miterledigt. Die Sauna könnte dann in einigen Jahren ohne allzu großen Aufwand folgen", so Ronald Eden.

Woher aber kommt das Geld, mit dem das chronisch klamme "life-ness" nun die Investition vornehmen kann? "Wir waren sparsam", hebt Ralf-Udo Krapp (CDU), Aufsichtsratsvorsitzender der Bäder GmbH, hervor. 60 Prozent der Investition stammen aus eigenen Finanzmitteln, die das "life-ness" von den Stadtwerken erhalten hat, 40 Prozent aus neuen Darlehen. Das aber sei gut investiertes Geld, findet Ronald Eden: "Wir möchten ehemalige Saunagäste zurückgewinnen und neue Zielgruppen erschließen." Zudem sollen die Besucher in der schönen, neuen Saunawelt länger verweilen - und vor Ort ihren Hunger und Durst stillen. "Was natürlich auch unserer Gastronomie gut tut."

Ein Fall für Handwerker aus der Region

Während der sechsmonatigen Bauphase bleibt die Sauna im "life-ness" weitgehend geöffnet. Im Sommer allerdings kann es zu einer etwa vierwöchigen Schließung kommen, "weil dort einige kleinere Veränderungen nötig sind", wie es Eden formuliert. Dafür können sich die Gäste auf besondere Aktionen während der kommenden Monate freuen. "Zum Beispiel auf unser Baustellenfrühstück." Mit den Arbeiten seien übrigens fast ausnahmslos Handwerker aus der Region beauftragt worden. Auch dabei, so scheint es, haben die heute Verantwortlichen aus der Fehlerserie in der Vergangenheit gelernt.



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