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11.05.2012 02:14

Lindenbaumschule macht beim Projekt "TuWaS" mit

Von Gunnar Freudenberg

Zoom Julia (li.) und Franziska zeigten Frank Lessing (2.v.li.) von der Firma Kuhn und Michael Sallmann (IHK) stolz ihr Ergebnis. Foto: Gunnar Freudenberg

"Können wir Religion heute nicht ausfallen lassen und einfach weiter machen?", fragt Dominik seine Lehrerin Silke Humpert stellvertretend für die Klassenkameraden. Und damit hat der Schüler der 4b den Beweis eigentlich schon erbracht: "TuWaS" ist ein echter Volltreffer.

"TuWaS" steht für "Technik und Naturwissenschaften an Schulen" und ist ein Projekt der Industrie- und Handelskammern Köln und Bonn/Rhein-Sieg in Kooperation mit der Freien Universität Berlin. Ziel ist es, schon im Grundschulalter die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften zu wecken. Über 50 Schulen machen bei dem Projekt bereits mit. Die katholische Lindenbaumschule ist die erste Schule in Oberberg. Seit Anfang des Schuljahres läuft dort das Projekt, "und Lehrer und Schüler sind einfach begeistert", berichtet Schulleiterin Barbara Janowski.

In der 4b dreht sich alles
um elektrische Stromkreis

Die Grundschulen können zwischen Laborkisten zu verschiedenen Themengebieten wählen, zum Beispiel "Chemische Tests", "Festkörper und Flüssigkeiten" oder "Lebenszyklus eines Schmetterlings". Die Klasse 4b behandelt gerade das Thema "Elektrische Stromkreise".

"Das macht total viel Spaß", sagt die zehnjährige Julia. Zusammen mit ihrer Freundin Franziska bastelt sie an einem Küchen-Modell - inklusive elektrische Beleuchtung. "Ab und zu kriegt man zwar eine gewischt, aber das tut überhaupt nicht weh." Dominik ist da noch ein bisschen geschickter. Er werkelt an einem Schlafzimmer-Modell. "Zuhause ist mein ganzes Kinderzimmer voll mit Lego-Technik. Ich hatte schon vorher ein bisschen Ahnung." Später will der Zehnjährige vielleicht sogar Elektriker werden.

Frank Lessing, einer der Geschäftsführer der Klaus Kuhn Edelstahlgießerei, hört so etwas gerne. Sein Unternehmen hat "TuWaS" in diesem Schuljahr mit 2000 Euro unterstützt und wird es im nächsten Schuljahr wieder tun. "Das ist für uns eine Investition in die Zukunft. Man kann natürlich nicht erwarten, dass durch dieses Projekt kommende Nobelpreisträger heranwachsen. Aber vielleicht ist das hier der Startschuss für eine Karriere im technischen Bereich."

Michael Sallmann, Leiter der Zweigstelle Oberberg bei der IHK Köln stimmt dem zu. "Das ist genau das richtige Alter, um den Forschergeist zu wecken. Wenn die Kinder älter werden, ist die kindliche Neugier irgendwann weg." Diese Neugier flammte im Zuge von "TuWaS" übrigens auch bei den Lehrern der Grundschule wieder auf. Teil des Konzeptes ist es nämlich, dass es regelmäßig interessante Lehrerfortbildungen gibt.



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