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10.07.2012 02:10

Markt: Bis jetzt 14 Tage im Verzug

Von Markus Schumacher

Zoom Weg ist die Treppe - hier sollen Marktplatz und Kirche besser miteinander verbunden werden. Foto: Michael Sieber

Mit großer Anteilnahme verfolgen die Radevormwalder den Umbau des Marktes. Darüber freut sich Jürgen Manderla, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. Denn mit großer Transparenz sollte die Neugestaltung ja auch über die Bühne gehen. "Aber ich werde jetzt nicht jedes Gerücht kommentieren", sagt Manderla auch. Das neueste Gerücht der "Bauleiter über 65 Jahren", wie Manderla die vielen Rentner scherzhaft nennt, die sich täglich interessiert die Baustelle ansehen, lautet: Alles verzögert sich um vier Wochen, man werde erst im November fertig.

Mehr Leitungen als gedacht wurden ausgetauscht

"Also bisher wissen wir, dass es eine 14-tägige Verzögerung gibt", erklärt der Fachbereichsleiter. Diese habe sich ergeben, da die Stadtwerke Radevormwald viel mehr Leitungen ausgewechselt haben, als man ursprünglich gedacht hatte. "Und natürlich übernehmen die Stadtwerke auch die Mehrkosten", sagt Manderla.

Ob sich weitere Verzögerungen ergeben, darüber werde regelmäßig im Bauausschuss informiert. "Wer am Wochenende in der Stadt war, dem wird aufgefallen sein, dass auch am Samstag auf dem Markt gearbeitet wurde", berichtet Manderla. Seitdem sind auch die Wege zur Sonnen-Apotheke und Optik Strunk wieder frei.

Auch von der Idee eines "Sommerurlaubs" mussten sich die ausführenden Baufirmen nach Gesprächen mit der Stadt schnell wieder verabschieden.

Bis zum Weihnachtsmarkt
will man fertig sein

Doch Verzögerungen könne man bei so einer großen Baustelle nie komplett ausschließen. Manderla gibt ein Beispiel: "Die Fontänenfelder kommen von einer Firma, die fast 700 Kilometer entfernt ist. Wenn man nun beim Aufbauen feststellt, dass etwas nicht richtig funktioniert, dann dauert es natürlich eine ganze Weile, bis ein Monteur von denen hier bei uns ist." Solche Verzögerungen könnten sich dann schnell summieren.

Trotzdem: "Wir wollten bis zum Weihnachtsmarkt fertig sein. Und ich bin guter Dinge, dass wir das auch schaffen." Manderla findet es auf der Baustelle "richtig heimelig", er sei zufrieden und die Mehrheit der Anlieger und Eigentümer sei es auch. Manche seien sogar richtig froh über die Bauarbeiten: "Bei der morgendlichen Baubesprechung bei Kaffee und Wasser in der Gaststätte Am Matt sagte mir der Wirt heute noch, dass viele Besucher bei ihm wegen der Baustelle hängen bleiben."

Allen anderen wünscht Manderla mehr Gelassenheit im Umgang mit der Baustelle im Herzen der Stadt - er selbst habe genug davon.



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