Der Hückeswagener trägt Hut
Von Bastian Hamacher
Der Mann von Welt trägt wieder Hut. Das glaubt zumindest der Hückeswagener Hutmacher Tobias Finke zu beobachten. Deshalb hat er auch zum NRW-Tag 2013 ein Modell mit entsprechendem Schriftzug entworfen, das seit gestern im Geschäft an der Marktstraße gekauft werden kann.
Aus feinstem Kaninchen-Haar-Filz ist das edle Stück gefertigt, schwarz mit silberner Melierung. Passend dazu ist die Stickerei des Hückeswagener Logos in Silber gehalten. Der Schriftzug mit den Daten des NRW-Tag ist auf dem Hutband. Das kann dann nachträglich abgemacht werden - und der Tag ist voll alltagstauglich.
Alltagstauglichkeit ist der Grund, weshalb Finke schon lange nicht mehr ohne "Deckel" aus dem Haus geht. Nirgendwohin. Ob Gartenarbeit, Urlaub am Strand oder Wandern. Sommers wie Winters hat der 47-Jährige einen seiner "Tilami"-Hüte auf. Im Sommer saugen sie Schweiß auf und kühlen durch Verdunstung den Kopf, zählt er die Vorteile auf. Im Herbst und Winter schützen sie vor Regen und Kälte, spenden Schatten, können geknautscht in jede Tasche gestopft werden "und sehen trotzdem immer gut aus", ist der leidenschaftliche Hut-Fan überzeugt.
Überzeugt waren von der Idee Finkes auch auf Anhieb Bürgermeister Uwe Ufer und Katja Leidenberger. "Es ist einfach ein Erfolg, wenn Geschäftsleute dieses Ereignis nutzen und Initiative zeigen", sagt Leidenberger. Und die Hüte werden auch nicht durch die Stadt als Merchandising vertrieben - dafür seien sie einfach zu gut, findet Leidenberger.
Und kaum lagen die guten Stücke bei Finke im Schaufenster, gab es die ersten Bestellungen. Und bestellt werden müssen die Hüte, denn ein guter Hut muss passen. Also geht nichts über aufprobieren. Die Form ist übrigens klassisch, Größen von 52 bis 63 erhältlich.
"Die Renaissance des Hutes wird auch dauerhaft sein", glaubt Tobias Finke. Denn seit den Fünfzigern war das klassische Männer-Accessoire aus der Öffentlichkeit verschwunden. Mittlerweile kämen aber immer mehr Männer in seinen Laden. Und wer einmal einen trage, der lege ihn nicht mehr ab. Darunter seien mittlerweile auch Männer aus Düsseldorf oder den Niederlanden.
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