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23.05.2012 02:05

Carola Lepping ist unvergessen

Von Richard Dembowski

Zoom Marianne Stubenrauch und Dr. Rainer Hartmann mit dem Bild der in Hückeswagen unvergessenen Carola Lepping. Das Bild ist in der Bibliothek zu bestaunen. Foto: Hans-Dieter Schmitz

Die Stadtbibliothek Hückeswagen besitzt ein neues Bild. Es ist ein Porträt der langjährigen Lehrerin und Bibliothekarin Carola Lepping, gemalt wurde es von Marianne Stubenrauch. Am Montagabend hatte der Freundeskreis rund 20 ehemalige Freunde und Bekannte Leppings in der Bücherei an das fast 88-jährige Leben der gebürtigen Elberfelderin erinnert.

Maybritt Schützenmeister erinnerte an den Lebenslauf

Den Abend eröffnete Maybritt Schützenmeister, die Leiterin des Heimatmuseums mit einem zusammengefassten Lebenslauf Leppings. Die junge Carola hatte demnach 1940 in Elberfeld ihre Reifeprüfung abgelegt und kurz in Dortmund studiert, bevor sie 1943 nach Hückeswagen kam. In der Schloss-Stadt wurde sie schnell als Aushilfslehrerin angestellt, ein Jahr später wurde sie fest angestellt. 1946 wurde sie von den Alliierten als Bibliothekarin eingesetzt, was sie bis 1991 blieb.

Für Carola Lepping zählten
Schule und Bibliothek

Ein Zitat Leppings aus dem Jahr 2005 belegt, wie wichtig diese beiden Tätigkeiten für sie waren: "Meine Schule und die Bibliothek, das war mein Leben."

Eigentliche Berühmtheit erreichte Lepping jedoch selbstverständlich durch ihre literarischen Werke. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begann sie mit dem Schreiben und erhielt auch prompt für "Bela reist am Abend ab" bereits 1955 den Schweizer Charles-Veillon-Preis. Unter anderem setzte sich Thomas Mann für die Hückeswagenerin ein.

Mit der Zeit schrieb Lepping allerdings immer seltener große Romane, so dass erst nach 2000 weitere umfassende Werke veröffentlich wurden. Zudem erhielt sie später auch noch zahlreiche Preise wie beispielsweise den liberalen Bürgerpreis 2008.

Über das Leben der
Menschen in Syrien

In der Bücherei las Dr. Rainer Hartmann, der Vorsitzende des Freundeskreises, nach Maybritt Schützenmeisters Vortrag einen Ausschnitt aus Leppings Roman "syrische Reise" vor. In diesem beschreibt sie die syrische Stadt Homs, die sie "weder schön, noch mysteriös(), wahrscheinlich nicht einmal gut" findet, die aber doch eine unbeschreibliche Faszination auf sie ausübt.

Als eine Art "Running Gag" vergleicht Lepping Homs wiederholt mit Remscheid. Da der eigentlich geplante Film zum Abschluss der Feier aufgrund technischer Probleme ausfiel kamen die Beteiligten bereits etwas früher "zum gemütlichen Teil" (Hartmann) mit Getränken und Plaudereinen und ließen so die Veranstaltung ausklingen.

Das Bild von Carola Lepping können die Besucher der Stadtbibliothek in der Bücherei bewundern. Das Leben der außergewöhnlichen Frau ist in aller Munde.



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