Monatelang Verkehrsstau auf der Peterstraße?
Von Karsten Mittelstädt
Weil sich eine Stützmauer auf dem Gelände der Firma Klingelnberg bedrohlich neigt, kann die Peterstraße zum Teil nur einspurig befahren werden. Es war Mittwochabend und Roland Kissau vom Ordnungsamt musste schnell handeln. Die Peterstraße ist seither zwischen der Einfahrt zur Firma Klingelnberg und dem Kreisverkehr Montanusstraße nur noch einspurig befahrbar.
Gestern Morgen kam es bereits im Berufsverkehr zu längeren Staus. Und das wird möglicherweise noch längere Zeit so bleiben.
Grund für die einspurige Straßenführung ist die Aussage eines Statikers. Danach sei die Stützmauer der Firma in dem oben genannten Bereich nicht mehr standsicher. "Die Mauer hat sich um rund vier Zentimeter geneigt", sagte Roland Kissau. "Das ist für eine solche Mauer relativ viel." Damit die Schäden nicht noch größer werden, wurde die Fahrbahn unmittelbar vor dem Firmengelände gesperrt. Die Erschütterungen schwerer Lastwagen hätten die Schäden unter Umständen noch vergrößert. Der Verkehr wird mit einer Baustellenampel einspurig vorbeigeführt.
Die Maßnahme konnte nicht mit dem Straßenverkehrsamt oder Straßen NRW abgestimmt werden, denn einen Notdienst für solche Fälle gibt es nicht. Das Ordnungsamt besorgte sich die Baustellenampel daher von einem Bauunternehmen.
Wie lange die Peterstraße in dem Bereich einspurig bleibt, sei schwer abzuschätzen, erklärte Kissau. Der Statiker rechne damit, dass die Sanierung der Mauer zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen wird. Von der Klingelnberg-Geschäftsführung war gestern niemand zu erreichen.
Um noch größere Staus zu vermeiden, wurden im Bereich Westenbrücke und Westhofen (Einmündung zur Kreisstraße 5) Verkehrslenkungsschilder aufgestellt. Die empfehlen dem Durchgangsverkehr, Hückeswagen über die Kreisstraße zu umfahren. Ortskundige sollten die Peterstraße vor allem während der Berufsverkehrszeiten meiden.
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