Daniel Schmidt bei der Deutschen Meisterschaft im Halbmarathon
Von Andreas Dach
Es ist die erste wirkliche Verletzung in seinem erfolgreichen Läuferleben. Sie begleitet Daniel Schmidt mit Hartnäckigkeit. Der rechte Hüftbeuger ist verkürzt - was dauerhafte Probleme nach sich zieht. Die Adduktoren des Lennepers sind betroffen. Mal mehr, mal weniger. Wärme tut gut, dazu reduzierte Trainingsumfänge. Aber wer Daniel Schmidt kennt, weiß, wie schwer ihm solche "Einbußen" tun.
Gerade vor einem Ereignis wie den Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon, die am Sonntag um 12 Uhr in Griesheim (bei Darmstadt) stattfinden. Schmidt wird laufen. Aber ob er sich auch voll am Anschlag bewegen wird? "Ich möchte schon unter die ersten 15", sagt Schmidt, der seit Jahresbeginn für die Deutsche Sporthochschule Köln läuft. Eine Zeit zwischen 1:07 und 1:08 Stunden hält er "für möglich". Man muss wissen: Schmidts Bestzeit liegt bei 1:06:30 Stunden.
Der siegreich bestrittene Osterlauf des TV Frisch Auf Lennep war sein erster Auftritt seit vielen Wochen. Danach hat Schmidt den Umfang vorsichtshalber deutlich heruntergefahren. "Ich habe die Umfänge reduziert", verdeutlicht er. Das wichtigste Ziel für Sonntag: "Ich möchte schmerzfrei durchkommen."
Wenn da nur nicht sein Ehrgeiz wäre, der ihn schon lange bei Wettkämpfen antreibt. Ein schwieriger Spagat, den der 26-Jährige zurzeit zu bewältigen hat. Er beschreibt sein Befinden auf höchst anschauliche Weise: "Ich habe einen Supermotor, aber das Fahrgestell funktioniert im Moment nicht so."
Nach den Titelkämpfen auf einer "schnellen Strecke" wird das Pensum wieder zurückgefahren. Vielleicht kommt Daniel Schmidt ja auf Fuerteventura wieder in die Gesundheitsspur. Dort wird ab Mitte Mai geurlaubt. Bei Sonne, bei Wärme. Und mit hoffentlich gutem Heilfleisch.
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