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29.05.2012 02:05

BHC muss für die 2. Liga planen

Von Peter Kuhlendahl

Zoom Hängende Köpfe: Nach dem Abpfiff machte sich bei den BHC-Spielern Frust breit. Foto: Holger Battefeld

Um 20.30 Uhr am Samstagabend dürfte allen Beteiligten in der Uni-Halle in Wuppertal klar gewesen sein: Handball in der stärksten Liga der Welt wird es in der kommenden Saison im Städtedreieck Wuppertal-Solingen-Remscheid nicht mehr geben.

Den BHC kann nur
noch ein Wunder retten

Im selbst ernannten "Endspiel vom Endspiel" kassierte der Bergische HC eine bittere 22:30 (10:14)-Pleite gegen die HBW Balingen-Weilstetten. Und damit wissen auch die eingefleischtesten BHC-Anhänger: Jetzt kann nur noch ein Wunder den Aufsteiger vor dem Abstieg retten. So muss das Team nun auf zwei Pleiten der HSG Wetzlar in Gummersbach und gegen Magdeburg hoffen. Und gleichzeitig am kommenden Wochenende bei den Rhein-Neckar Löwen gewinnen, um noch ein Entscheidungsspiel gegen Wetzlar zu erzwingen.

Doch daran mochte am Samstag keiner mehr glauben. Zu enttäuschend war der Auftritt der Gastgeber gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner. Und zehn Minuten vor dem Abpfiff machte sich Unmut unter den 2600 Fans in der Uni-Halle breit, die einen weiteren Fehlwurf von Hendrik Pekeler mit Pfiffen bedachten. Es war diese Ansammlung von Fehlern, die den BHC ab Mitte der ersten Halbzeit auf die Verliererstraße brachte. "Wir müssen uns bei unseren Fans für so ein schlechtes Heimspiel entschuldigen", betonte Kristofer Kleven Moen, der den BHC gemeinsam mit Sebastian "Seppel" Hinze coacht.

Die meisten Anhänger hatten sich da aber bereits enttäuscht auf den Heimweg gemacht. Und so blieben auch nur noch wenige in der Halle zurück, um bei der Verabschiedungszeremonie dabei zu sein. Der BHC bekommt in der neuen Saison ein neues Gesicht. Jan Behr, Kenneth Klev, Henrik Knudsen, Kristoffer Kleven Moen, Hendrik Prekeler, Carlos Prieto und Robin Teppich werden den Verein verlassen.

Derweil kann BHC-Manager Stefan Adam nach der Pleite nun in die personellen Planungen einsteigen. Und im Hallenheft hat er bereits angekündigt, wohin die Reise geht: "Sollte es für die erste Liga nicht reichen, verspreche ich, mit großem Optimismus, Ehrgeiz und Einsatz, den direkten Wiederaufstieg anzupacken." Die Handball-Fans in Wuppertal, Solingen und Remscheid würde das natürlich freuen.



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