IGR Remscheid auch im Rückspiel des Play-off-Halbfinales ohne Chance
"Das wars." Ohne Pathos verließ Marcell Wienberg am Samstag nach sechs Jahren den Kommandostand des Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid. Mit der 2:6 (1:4)-Niederlage im zweiten Play-off-Halbfinalspiel beim RSC Cronenberg endete seine Zeit als Trainer der ersten Mannschaft. Gerne hätte er am Sonntag noch ein weiteres Spiel gecoacht, doch erneut erwies sich der Bergische Rivale als zu stark.
"Das war schon in Ordnung, und es war ein anständiges Spiel. Glückwunsch an die Cronenberger, die nun die Meisterschaft ins Bergische holen sollen", lautete sein Schlusswort.
Während und nach dem Spiel stand Matthias Peters im Fokus, war es doch auch sein Abschiedsspiel. Immer wieder geherzt, gedrückt und geküsst wurde er. Auch seine jüngsten Fans sagten ihrem Idol "Auf Wiedersehen". Die offizielle Verabschiedung, auch von Marcell Wienberg und Co-Trainer Henning Becker soll anlässlich des Turniers um den "Bergischen Schmied" erfolgen.
Bis zur ersten blauen Karte gegen Peters (13.) hatten sich die Remscheider viele Chancen erarbeitet. Immer wieder versuchten sie mit Weitschüssen Abpraller zu erzwingen. Das behagte den Gastgebern gar nicht. Doch Basti Wilk im RSC-Tor zeigte sich genauso unüberwindbar wie auf der anderen Seite Matthias Mattusch, der einen Sahnetag erwischt hatte und in den 50 Spielminuten sicher ein Dutzend klarster Chancen, darunter zwei Direkte, zunichte machte.
Doch mit dem Direkten nach Peters blauer Karte, den Bernadowitz zum 1:0 verwandelte, kippte die Partie zu Gunsten des Favoriten. Wochnik und Haupt sorgten innerhalb von 100 Sekunden für eine 3:0-Führung. Der Ex-Cronenberger Marc Schinkowski verkürzte auf 1:3 (17.). Eine Minute vor der Pause stellte Behrendt den alten Abstand wieder her. Yannick Peinke, vor dem Spiel vom RSC-Vorsitzenden Peter Stroucken in Vertretung des verhinderten Bundesliga-Spielleiters Hans-Dieter Hasse mit der Torjägerkanone als bester Liga-Schütze geehrt, blieb ohne Torerfolg.
Nach dem Wechsel häuften sich in einer mit offenem Visier geführten Partie die Chancen auf beiden Seiten. Doch die Torhüter ließen sich kaum bezwingen. Behrendt (31.) und Nikolajko (35.) sorgten für die Ausnahme, stellten das Ergebnis auf 5:2, ehe Bernadowitz 26 Sekunden vor der Sirene den Schlusspunkt setzte.
Auch Matthias Peters, der in seinem letzten Spiel viel Einsatzzeit erhielt, gelang es nicht, einen Treffer zu markieren. Dass er wegen eines Wechselfehlers schon einmal eine blaue Karte gesehen hatte, daran konnte sich das Remscheider Urgestein nicht erinnern. Er war in der 19. Minute statt durch das Törchen in der Bande das Spielfeld zu betreten über dieselbe gesprungen.
Lesen Sie auch:
USA holen Bronze bei Eishockey-WM - 3:2 gegen Finnland
| 19:48 | |
| 19:45 | |
| 19:12 | |
| 18:53 | |
| 18:52 |
