IGR Remscheid empfängt im Pokal Bison Calenberg
Von Andreas Dach
ROLLHOCKEY Gestern Abend landete er auf dem Flughafen in Weeze, wurde von Betreuer Carl-Heinz Federowsky abgeholt. Herzlich willkommen, Vitor Viti Sequeira Oliveira! Schon am Montag wird der mit großen Hoffnungen erwartete Neuzugang aus Portugal erstmals für den Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid trainieren. Um fit zu sein, wenn er gegen den SC Bison Calenberg für seinen neuen Club auflaufen wird.
Calenberg? Richtig gelesen. Gegen den Ligarivalen geht es doch auch am morgigen Samstag um 15.30 Uhr in Hackenberg. Allerdings nicht in der Meisterschaft, sondern im Viertelfinale des DRIV-Pokals. Da darf der 30-Jährige noch nicht ran, auch wenn es ihm in den Füßen und den Händen jucken wird. Er muss sich bis Anfang April gedulden, wenn es dann erneut gegen die Mannschaft des ehemaligen Remscheider Meister-Rollhockeyspielers Tonny van den Dungen geht. In der Meisterschaft. Da ist sein Mitwirken dann legitim und vom Verband abgesegnet.
Auch ohne Oliveira möchte die IGR Remscheid morgen den Einzug in die Runde der letzten Vier schaffen und sich damit erneut für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren. Mit dem Portugiesen als Glücksbringer am Spielfeldrand.
Von Spiel zu Spiel sollen
Fortschritte her
"Sicherlich ist der Einzug ins internationale Geschäft ein Aspekt", sagt Trainer Andreas Reinert. "Aber es geht auch darum, von Spiel zu Spiel Fortschritte zu sehen." Sich weiterzuentwickeln, um gerüstet zu sein, wenn es in der Meisterschaft in die Play-offs geht.
Wobei der Pokal ebenfalls eine große Bedeutung hat für die Bergischen. Er ist der kürzeste Weg zum Triumph. Speziell dann, wenn er Heimspiele beschert. Wie im Falle Calenbergs. Überheblichkeit ist indes nicht angebracht. Steht in den Reihen des Aufsteigers, der über eine bärenstarke Offensive und eine verwundbare Defensive verfügt, doch einer der besten Spieler der Liga. Milan Brandt hat den Remscheidern schon im Hinspiel der Bundesliga größte Probleme bereitet. Als er aufdrehte, wurde die 5:1-Führung der IGR zur Makulatur. Am Ende jubelte Calenberg über einen 7:6-Erfolg.
Mit Ausnahme von Robin Selbach (Magen-Darm-Infekt) ist der Kader komplett. Auch die zuletzt angeschlagenen Markus Wilk, Marc Schinkowski und Moritz Kreidewolf sind wieder einsatzbereit. Reinert hat die Wahl der Qual.
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