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27.04.2012 02:14

Remscheider bauen am Bergischen Hospiz

Von Sabine Naber

Zoom Dr. Frank Neveling (stehend) ist der Leiter des Remscheider Gesundheitsamtes. Ihm und den Vertretern vieler anderer Institutionen und Vereine im Bergischen Land liegt die Gründung eines eigenen Hospizes am Herzen. Foto: Michael Sieber

Remscheid. Ein stationäres Hospiz auf Remscheider Boden - das ist das Ziel der rund 30 Männer und Frauen, die sich Mittwochabend im Besprechungsraum des Gesundheitsamtes der Stadt Remscheid trafen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll schnellstmöglich ein Verein gegründet werden.

Dafür ist der 27. Juni ins Auge gefasst worden. Bis dahin fungiert Andreas Holthaus als Sprecher der Interessengemeinschaft, die erste Strukturen festgelegt hat. Die umliegenden Gemeinden Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen werden einbezogen, Vertreter der Remscheider und der dortigen Hospizgruppen sollen ebenso wie Vertreter der unterschiedlichen Wohlfahrtsorganisatoren im Beirat mitarbeiten.

Bereit erklärt für die Vorstandsarbeit haben sich Pfarrer Uwe Leicht, geistlicher Vorsteher der Evangelischen Stiftung Tannenhof, Dr. Frank Neveling, Leiter des Remscheider Gesundheitsamtes, Professor Artur Wehmeier, Arzt am Sana-Klinikum und Andreas Holthaus, Geschäftsführer der gleichnamigen Lüttringhauser Firma.

In der für einen Verein nötigen Satzung will man sich an die Satzungen anderer gemeinnütziger Vereine anlehnen. Sie soll jetzt ausgearbeitet werden, damit sich der Förderverein beim nächsten Treffen, das wieder im Gesundheitsamt stattfinden wird, gründen kann.

Die Mitgliedsbeiträge sollen möglichst niedrig bleiben

Johannes Haun, Pfarrer in der Kirche bei der Stiftung Tannenhof, bot an, die schon bestehende kirchliche Stiftung, die vor 15 Jahren mit dem Ziel gegründet wurde, den Hospizgedanken zu verbreiten, in den geplanten Verein einzubringen. "Das Einzugsgebiet würde passen. Das Grundkapital ist nicht besonders hoch, aber es passt in der Zielsetzung." Im nächsten Schritt will man die Ziele in die Öffentlichkeit bringen, weil der Verein auf Spenden angewiesen ist.

"Ein Kraftakt bleibt es. Deshalb brauchen wir "Türöffner" und so verstehe ich den Verein", sagte Pfarrer Leicht. Man brauche die Kraft aller, wenn das stationäre Hospiz Wirklichkeit werden soll. Die Mitgliedsbeiträge sollen auch deshalb niedrig bleiben, damit sich möglichst viele Menschen anschließen.



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