Eine Million Euro für Schloss Burgs Zukunft
Von Jörn Tüffers
Berg.Land. Die Geschichte von Schloss Burg ist mehrere hundert Jahre alt. Der Grafensitz hat schon manches hinter sich: die weitgehende Zerstörung nach dem 30-jährigen Krieg, die industrielle Nutzung als Wolldeckenfabrik und sogar den Zerfall zur Ruine bis zum Ende des 19.Jahrhunderts.
Die Gegenwart der größten rekonstruierten Burganlage in Nordrhein-Westfalen: mindestens 13, wenn nicht sogar 15Millionen Euro sind nach Angaben von Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith (CDU) erforderlich, um den Sanierungsstau an den Gebäuden zu beheben und die Ausstellung in einen Stand zu versetzen, der den Anforderungen an ein modernes Museum entspricht.
Die Zukunft von Schloss Burg soll in diesem Sommer beginnen. Erleichtert wird dies den finanziell klammen Städten Solingen, Remscheid und Wuppertal mit Hilfe von einer Million Euro, die die Bergische Entwicklungsagentur (Bea) an Land gezogen hat. Mit dieser Summe wird bis 2015 das EU-Projekt "Erlebnisraum Schloss Burg" gefördert, das sich vor zwei Jahren gegen 137 weitere Beiträge durchgesetzt hatte. Damit sollen bauliche Veränderungen bezahlt werden - da geht es um Beleuchtung, Tagungstechnik und eine Open-Air-Bühne. Es sollen aber auch neue Marketing-Konzepte für die Belebung des Tourismus gefördert werden; außerdem sollen neue Veranstaltungen entwickelt werden, die zusätzliche Besucher anziehen sollen.
Norbert Feith spricht von einer "Herzensangelegenheit", für ihn vereint Schloss Burg Rheinisches und Bergisches. Anfang Juli will er daher alle, denen das Ausflugsziel ebenfalls am Herzen liegt, zu einer Fachkonferenz einladen. Wobei es dabei auch um den Ort Burg selbst gehen soll. Denn eines ist klar: Das Schloss ist Spiegelbild eines leidenden Stadtteils an der Wupper. Und auch um den ist es immer weniger zum Besten gestellt. Mehrere traditionsreiche Gaststätten haben geschlossen, sind nur noch Geschichte.
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