Städte wollen mehr Einkehrmöglichkeit an der Trasse
Bergisches Land. Als der Panorama-Radweg vor einem Monat eröffnet wurde, schlugen sich wohl auch die letzten Skeptiker auf die Seite der Befürworter der Trasse: Zu einem regelrechten Volksfest mutierte der öffentliche Startschuss in Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid. Und viele Aktive kamen gleich auf zwei Rädern, um den Asphaltstreifen mit Leben zu füllen. Was jetzt noch fehlt, ist ein touristisches Konzept, um Gastwirte, Hoteliers und andere Geschäftsleute einzubinden, damit die ehemalige Balkantrasse zu Rast und Attraktionen leitet. Interessenten dafür gibt es offenbar genug.
"Bei uns haben sich viele Gastronomen gemeldet, die etwas machen wollen", sagt Florian Leßke vom Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus in Wermelskirchen. "Und auch Vereine haben sich gemeldet." Laut Leßke sei man "in Gesprächen". Etwas schwierig sei, dass Extra-Fläche zur Verfügung gestellt werden müsse, weil die meisten Lokale nicht direkt an der Trasse liegen. Bisher gibt es lediglich das "Reiterstübchen" in Neuenhöhe als Einkehrmöglichkeit für die Radler auf Wermelskirchener Stadtgebiet."Grundsätzlich begrüßen wir natürlich das Interesse der Gastronomen", betont Leßke.
Ähnlich in Remscheid. "Wir haben auch einige Anfragen, aber noch nichts Konkretes", sagt Stadtplaner Hans-Gerd Sonnenschein. "Auf alle Fälle planen wir, Hinweisschilder zu umliegenden Gaststätten aufzustellen." Siegfried Thielsch, Geschäftsführer der Burscheider Stadtwerke, setzt auf die Gastronomie: ."Wir haben als kommunales Unternehmen ein Interesse daran, dass die Trasse ein Erfolg wird. Und das kann sie nur dann, wenn es an vielen Stellen eine Einkehrmöglichkeit gibt."
Daran sei natürlich auch das Burscheider Hallenbad direkt interessiert. "Wir wollten deshalb auf der Trasse ein Schild als Hinweis aufstellen." Da aber eine Beschilderung möglichst einheitlich werden soll, habe man in der Stadtverwaltung erstmal um ein wenig Geduld gebeten. Wie Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan erklärt, sei der Auftrag für eine Beschilderung in Burscheid mittlerweile erteilt. Auch bei einem entsprechenden Antrag für das Restaurant "Haus Kuckenberg" wolle man grünes Licht geben. Dort ist Inhaber Uwe Schmitz längst eifrig bemüht, die Nutzer der Trasse künftig zu bewirten. Und der Eigentümer denkt offenbar schon einen Schritt weiter, wie dessen Mutter Elisabeth Schmitz gestern verriet. "Wir werden bei uns eine Ladestation für E-Bikes installieren." Gespräche mit dem hiesigen Stromversorger Belkaw seien erfolgreich geführt worden. hmn/acs
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