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22.03.2013 10:50

Bergische Symphoniker zelebrieren Faurés Werk in Lüttringhausen

Von Daniel Diekhans

Zoom Chor und Symphoniker machten ihre Sache in der Kirche Heilig-Kreuz gut. Die musikalische Gesamtleitung hatte Ulrich Eick-Kerssenbrock. Foto: Michael Sieber

Remscheid. Ein Werk für die Ewigkeit. Gabriel Faurés "Requiem" ist bis heute bekannt und beliebt. Und das in einer Welt, in der Sterben und Tod fast schon Tabuthemen sind. Ein Widerspruch, der sich beim Hören von Faurés betörend sinnlicher Musik auflöst. Die Gesänge seiner Totenmesse spenden den Lebenden Trost. Das Werk schließt mit der Hoffnung auf das "Paradisum".

Angetan vom Erfolgsstück des Franzosen zeigten sich am vergangenen Mittwoch Chor und Orchester der Bergischen Symphoniker. In der Lüttringhauser Heilig-Kreuz-Kirche präsentierten sie gemeinsam Faurés "Requiem". Das Sängerpaar Achim und Christine Hoffmann übernahm die Solopartien. Die musikalische Gesamtleitung hatte Ulrich Eick-Kerssenbrock.

Mindestens so populär wie sein "Requiem" ist Faurés "Pavane". Ein Orchesterstück, mit dem die Symphoniker glänzten. Das von der Oboe getragene Thema durchwandert nach und nach alle Instrumentengruppen. In einem hohen Bogen steigt ein Horn empor, stellt drängende Fragen, auf die das Orchester zu antworten versucht.

Neben Fauré stand auch eine seiner Schülerinnen auf dem Programm. Anders als ihr Lehrer nimmt Lili Boulanger jedoch Abschied vom spätromantischen Schönklang. Die Harmonik ihres "Pie Jesu" verliert schnell die klaren Konturen. Mit voller kontrollierter Stimme gestaltet Sopranistin Christine Hoffmann ihr Solo. Im Moment der größten Verzweiflung setzt eine Harfenmelodie ein und lässt die dunklen Schatten verblassen.

Als Solistin überzeugte Hoffmann auch beim "Requiem". Was man von Bariton Achim Hoffmann nicht sagen kann. Schon das erste Solo, das "Hostias", klingt forciert. Beim Wechselgesang mit dem Chor presst Hoffmann seine Stimme, um die geforderte Höhe zu erreichen.

Denn Chor und Orchester machen ihre Sache gut. Sicher angeleitet von Dirigent Eick-Kerssenbrock steigern sie die Spannung bis zum "In paradisum". Der Blick auf das himmlische Jerusalem löst mehrstimmigen Jubel aus. Ein Blick für die Ewigkeit.



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Lieder von starken Frauen

Remscheid Bewunderung spricht aus der Stimme von Heidi Köhler, wenn sie auf die Geschichte "ihres" Chores zurückblickt: "Dass sich schon 1918 Frauen zusammenfanden und aus Freude am Singen einen Chor gründeten, finde ich beachtlich", sagt die erste Vorsitzende der "Lyra". "Das war immerhin eine Zeit, als man noch dachte, dass Frauen an den Herd gehörten, und der erste Weltkrieg war gerade erst vorbei".

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