kalaydo_logo
stellen
auto
immobilien
kleinanzeigen
tiere
ferienwohnungen
inserieren
13.05.2012 23:05

Schicksalsstunden in Athen

Zoom Präsident Karolos Papoulias (R) empfängt die Vertreter der größten Parteien. Foto: Orestis Panagiotou

Athen (dpa) - Hoffnungsschimmer für Griechenland: Staatspräsident Karolos Papoulias will weiter für die Bildung einer tragfähigen Koalitionsregierung kämpfen. Das Staatsoberhaupt kündigte am Sonntagabend überraschend an, dass er die Gespräche mit den Parteien an diesem Montag fortsetzen will.

Sollten diese scheitern, müssten spätestens am 17. Juni Neuwahlen stattfinden. Am Sonntag waren Unterredungen mit den drei größten griechischen Parteien, den Konservativen, dem Bündnis der Radikalen Linken und den Sozialisten weitgehend ohne Ergebnis geblieben. Am Abend sprach Papoulias dann mit den Vorsitzenden der kleineren Parteien.

Dabei erklärte sich die Rechtspartei Unabhängige Griechen (AE) grundsätzlich bereit, in eine Mehr-Parteien-Regierung einzutreten oder diese zu unterstützen. Als Bedingung nannte Parteichef Panos Kammenos allerdings, dass der Sparpakt nicht in die Tat umgesetzt werde und Deutschland Reparationen für den Zweiten Weltkrieg zahle.

Die Partei - eine Abspaltung der konservativen Nea Dimokratia - hat 33 Abgeordnete im neuen Parlament; sie hätte somit gemeinsam mit den Konservativen (108 Sitze) und den Sozialisten (41 Sitze) eine Mehrheit von 182 Sitzen im 300 Mitglieder starken Parlament. Es ist bisher aber völlig offen, ob Konservative und Sozialisten sich eine Zusammenarbeit vorstellen können.

Nach dem Gespräch traf der Staatspräsident mit Vertretern der Kommunistischen Partei, der Faschisten und der Demokratischen Linken zusammen. Die Kommunisten haben bereits erklärt, dass sie nicht zur Kooperation bereit sind. Mit den Faschisten will niemand zusammenarbeiten. Der Demokratischen Linken könnte damit eine Schlüsselposition zufallen.

Der Chef der linksradikalen Syriza, Alexis Tsipras, lehnte die Bildung einer breiten Koalition in Griechenland erneut ab. Konservative, Sozialisten und die Demokratische Linke hätten zusammen 168 Abgeordnete im Parlament und könnten auch ohne seine Partei problemlos regieren, sagte Tsipras nach dem Treffen mit Papoulias. Ihre Forderung, sein Bündnis müsse unbedingt an der Regierung teilnehmen, sei absurd und «unlogisch». Das Sparprogramm, zu dem Athen gezwungen werde, sei «barbarisch».

Syriza war aus der Parlamentswahl als zweitstärkste Kraft hinter den Konservativen und vor den Sozialisten hervorgegangen. Doch schon vergangene Woche waren alle Sondierungsbemühungen am erbitterten Widerstand von Tsipras gescheitert. Auch im Umfeld der Nea Dimokratia war nach dem Treffen im Amtssitz des Staatspräsidenten von einer Sackgasse die Rede. Er habe noch «eine kleine Hoffnung», sagte Sozialistenchef Evangelos Venizelos.

72 Prozent der Griechen fordern in einer repräsentativen Umfrage, dass die Parteien alles unternehmen sollten, damit eine stabile Regierung gebildet werden kann. Noch mehr, nämlich 78 Prozent, sprechen sich für einen Verbleib im Euroland aus. Die Umfrage wurde am Sonntag in der Athener Zeitung «To Vima» veröffentlicht.

Auch in Spanien, Großbritannien und Deutschland protestierten am Wochenende zahlreiche Menschen gegen die Spar- und Finanzpolitik und die Macht der Banken. Allein in Madrid, Barcelona und anderen spanischen Städten erinnerten Zehntausende am Samstag an die Entstehung der Protestbewegung der «Empörten» vor einem Jahr. Die Polizei vertrieb am Sonntag mehrere Hundert Demonstranten vom zentralen Platz Puerta del Sol in Madrid. Nach Polizeiangaben gab es 18 Festnahmen.

Nach Ausschreitungen bei einem Protestmarsch der kapitalismuskritischen «Occupy»-Bewegung in London nahm die Polizei elf Menschen fest. In Berlin protestierten mehr als 1000 Menschen mit einem Sternmarsch zum Alexanderplatz gegen soziale Ungleichheit.

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker will Griechenland mehr Zeit zum Sparen geben. Er sagte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa, die europäischen Partner müssten ihren Zeitplan auf den Prüfstand stellen und die Verträge mit Griechenland im Zweifel nachbessern.

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schließt weitere Hilfen für Griechenland ausdrücklich nicht aus. «Wenn die Griechen eine Idee haben, was wir zusätzlich tun können, um das Wachstum zu fördern, kann man immer darüber sprechen und nachdenken», sagte Schäuble der «Welt am Sonntag».

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) macht weitere Finanzhilfen für Griechenland vom Einhalten des Spar- und Reformkurses abhängig. «Wenn eine neue Regierung die Vereinbarungen einseitig aufkündigt, dann wird es auch keine weiteren europäischen Hilfsgelder geben können», sagte er der «Welt» (Samstag).

Vor dem Hintergrund der neu aufgeflammten Schuldenkrise beraten die Euro-Finanzminister an diesem Montag über Griechenland und Spanien. Die Euro-Partner pochen darauf, dass nach den Wahlen in Griechenland eine Koalitionsregierung formiert wird, die zu dem vereinbarten Spar- und Reformprogramm steht.



Terrorangriff erschüttert London

London (dpa) - Ein britischer Soldat wird mitten in London auf der Straße mit einem Fleischerbeil ermordet. Die Täter skandieren islamistische Parolen. London ist geschockt und rätselt: Waren es verblendete Einzeltäter oder steckt mehr hinter der Bluttat? »weiter

30. Pfingstturnier der SG Hackenberg

Zwar hatten fünf von 17 Teams wegen des Regens abgesagt, aber die Fußball-Zwerge hatten bei der Schlammschlacht einen Riesenspaß.
» Zu den Fotos
TV-Tipp des Tages
22.25 Uhr 3sat
La Lisière - Am Waldrand
Bild: 130 x 92

Passt das Designer-Outlet-Center zu Lennep?

 ja
 nein
 weiß nicht
Wetter

Temperatur:
7°C

wetter
Heute herrscht unbeständiges und wechselhaftes Schauerwetter. Dabei werden im Tagesverlauf 10 Grad erreicht, nachts kühlt es dann auf 1 Grad ab. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord.    weiter

L 74: Motorradfahrer stirbt bei Unfall

Ein 48-jähriger Gelsenkirchener ist am Dienstagmittag bei einem Unfall auf der L 74 tödlich verunglückt.
» Zu den Fotos

Berührendes Roadmovie und explizite Sexszenen in Cannes

Cannes (dpa) - Kurz vor dem Finale an diesem Wochenende bleibt das Rennen um die Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes offen. Oscar-Preisträger Alexander Payne stellte am Donnerstag sein mit Spannung erwartetes neues Werk «Nebraska» vor: ein anrührendes Roadmovie über die Reise eines Sohnes mit seinem alten Vater. »weiter
Lesen Sie auch:

Chantalisator - wie man seinen Vornamen aufmotzt

Berlin (dpa) - Warum immer Jakob, Mia und Thomas? Warum nicht mal Desteny Mery Sienna, Giulien-Farrel oder Jared Dylan? Wer von seinen Eltern einen langweiligen Namen bekommen hat, kann sich jetzt auf einer Internetseite einen neuen austüfteln lassen. »weiter
Lesen Sie auch:

Fußball-Fest: Champions-League-Finale 2015 in Berlin

London (dpa) - Die großen Fußball-Partys gehen für die deutschen Fans auch in naher Zukunft weiter. Zwei Tage vor dem Finale der Champions League zwischen Borussia Dortmund und Bayern München am Samstag in London vergab die Europäische Fußball-Union UEFA das Endspiel 2015 an Berlin. »weiter
Lesen Sie auch:
Börse
DAX
DAX 8.382,00 -1,75%
TecDAX 962,50 -1,36%
EUR/USD 1,2941 +0,68%

Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation

IWF-Chefin Lagarde wegen Veruntreuung vernommen

Paris (dpa) - Im Verfahren um Veruntreuung öffentlicher Mittel haben französische Ermittler am Donnerstag IWF-Chefin Christine Lagarde in Paris vernommen. »weiter
Lesen Sie auch:

Smartphone im Stall: Bauern stellen «KuhTube»-Videos ins Netz

Hannover (dpa) - Das Internet macht Muuuh: 16 Milchbauern aus Niedersachsen greifen in den nächsten Monaten zu ihrem Smartphone, um regelmäßig kurze Videos aus ihren Kuhställen zu veröffentlichen. »weiter
Lesen Sie auch:

Es bleibt unbeständig und kühl

Offenbach (dpa) - Am Freitag gibt es erneut im Westen und Süden im Tagesverlauf einzelne Schauer oder kurze Gewitter. In höheren Mittelgebirgslagen fällt auch Schnee. »weiter

Silberpfeile in Monaco auf Pole-Kurs - Vettel glücklos

Monte Carlo (dpa) - Nico Rosberg ist auf Premieren-Polekurs beim Rennen vor seiner Haustüre. Der deutsche Mercedes-Pilot raste beim Training zum Großen Preis von Monaco zur Tagesbestzeit vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton. »weiter
Lesen Sie auch:

dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Mutmaßliche Terrorattacke schockt London »weiter
Umfrage
Ist das begleitete Fahren schon mit 16 Jahren sinnvoll?
Jetzt abstimmen