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13.04.2012 21:08

Devisen: Eurokurs bricht Erholungskurs ab - Nachrichten aus Spanien belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Freitag seinen Erholungskurs seit Wochenbeginn abgebrochen. Im Tagesverlauf gab die Gemeinschaftswährung um mehr als einen Cent nach. Ein Euro kostete zuletzt 1,3081 US-Dollar, nachdem er im asiatischen Handel kurz über die Marke von 1,32 Dollar gestiegen war. Händler verwiesen auf mehrere Belastungsfaktoren, insbesondere auf ungünstige Nachrichten aus der viertgrößten Euro-Wirtschaft Spanien. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3148 (Donnerstag: 1,3153) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7606 (0,7603) Euro.

Trotz der jüngsten Verluste hat sich der Euro in der laufenden Woche etwas

von seinen starken Verlusten seit Anfang April erholt. Dennoch schmolzen die

Gewinne zum Wochenausklang auf weniger als die Hälfte zusammen. Für Belastung

sorgten insbesondere Nachrichten aus dem spanischen Finanzsektor. Im März waren

die Ausleihungen der dortigen Banken bei der EZB stark gestiegen und hatten ein

neues Rekordhoch erreicht. Die Entwicklung zeigt, wie sehr die spanischen

Institute von frischem Zentralbankgeld abhängig sind, da ihnen viele Banken aus

anderen Euro-Ländern wenig Vertrauen entgegenbringen.

Dementsprechend verschlechterte sich am Freitag auch die Lage am

Anleihemarkt Spaniens. Die Renditen für spanische Staatstitel - ein Maßstab für

das Misstrauen der Investoren - stiegen auf den höchsten Stand seit November

2011. Auch die Prämien für Ausfallversicherungen (CDS) auf spanische Staatstitel

legten spürbar zu. Zusätzlichen Druck auf den Euro brachten Äußerungen aus der

EZB: Das niederländische Ratsmitglied Klaas Knot erteilte Spekulationen auf eine

Reaktivierung des ruhenden Anleihekaufprogramms der Notenbank eine Absage.



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