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08.05.2012 08:09

Devisen: Euro leicht im Minus - Griechenland sorgt weiter für Nervosität

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> ist am Dienstag im frühen Handel wieder unter Druck geraten, konnte sich aber über der Marke von 1,30 US-Dollar behaupten. Die Blicke der Anleger richten sich nach Athen, wo der erste Versuch, nach den Wahlen eine Regierung zu bilden, am Vorabend gescheitert ist. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel im asiatischen Handel bis auf 1,3026 Dollar und notierte zuletzt leicht erholt bei 1,3037 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,3033 (Freitag: 1,3132) Dollar festgesetzt.

Nach dem Kursrutsch vom Vortag - die Wahlergebnisse aus Frankreich und

Griechenland hatten den Euro zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit drei

Monaten gedrückt - fiel die Erholung überschaubar aus. "Kein Wunder, schließlich

droht neues Ungemach", sagt Commerzbank-Devisenexperte Ulrich Leuchtmann.

Nachdem die Nea Dimokratia (ND), die als stärkste Partei aus den griechischen

Parlamentswahlen hervorgegangen ist, das Scheitern der Koalitionsverhandlungen

bekanntgab, ist die Hoffnung auf eine Regierungsbildung dahin.

"Es ist zu befürchten, dass neue Hilfsgelder für das Land zunächst

eingefroren werden", sagt Ulrich Wortberg, Währungsanalyst bei der Landesbank

Hessen-Thüringen. Extremszenarien, wie beispielsweise der Austritt Griechenlands

aus der Währungsunion oder die Zahlungsunfähigkeit des Landes machten die Runde.

Datenseitig bleibt es im Handelsverlauf vergleichsweise ruhig, lediglich die

März-Produktionszahlen der deutschen Industrie könnten Interesse auf sich

ziehen. Nach dem auch witterungsbedingt deutlichen Minus im Vormonat wird mit

einer Erholung gerechnet.



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