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24.05.2012 13:23

Heynckes stellt klar: «Vertrag bis 2013»

Zoom Jupp Heynckes widersetzt sich der Debatte um sein Traineramt. Foto: Tobias Hase

München (dpa) - Mit einem klaren Bekenntnis zum FC Bayern München und einer deutlichen Forderung nach größerer personeller Klasse hat Trainer Jupp Heynckes auf die Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied vom deutschen Rekordmeister reagiert.

«Ich habe einen Vertrag bis 2013 und weiß überhaupt nicht, wieso man darüber diskutiert», stellte der 67 Jahre alte Fußball-Lehrer im «Kicker» unmissverständlich klar.

Trotz der erneut titellosen Saison des deutschen Rekordmeisters geht auch Präsident Uli Hoeneß von einem Verbleib des Trainers in der kommenden Saison aus. «Warum sollte er gehen? Er hat Vertrag. Er bleibt auf jeden Fall», sagte Hoeneß der «Bild»-Zeitung. Bei einem Termin in München wollten sich Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nicht öffentlich zur Lage beim FC Bayern äußern.

Wenige Tage nach dem unglücklich verlorenen Heim-Finale in der Champions League gegen den FC Chelsea mahnte Heynckes derweil eine deutliche personelle Stärkung an. «Wir müssen einiges verändern, wir brauchen einen qualitativ breiteren Kader», sagte Heynckes. «Du musst Mittelfeldspieler haben, mehr Substanz, mehr Konkurrenz, mehr Klasse.»

Bislang haben die Münchner drei neue Spieler zur kommenden Saison verpflichtet: Neben den Zugängen von Abwehrspieler Dante, der von Borussia Mönchengladbach an die Isar wechselt, dem Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri und Ersatz-Torhüter Tom Starke gilt aber auch die Rückkehr von Stürmer Claudio Pizarro als so gut wie sicher.

Nach dem knapp verpassten Triumph in der europäischen Königsklasse hatte Hoeneß unter Verweis auf den früheren Bayern-Profi Jens Jeremies mangelnden Biss bei seinen Spielern beklagt. «Auf die Dauer habe ich keine Lust, immer Platz zwei zu belegen. Das ist kein Zustand, den ich akzeptieren kann.» Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sieht aber keine Notwendigkeit für einen völligen Umbruch. «Eine Auffrischung ist jedoch dringend nötig, damit der Trainer in der künftigen Saison zum Beispiel in der Abwehr mehr Alternativen hat und mehr Konkurrenzkampf in die Mannschaft kommt», sagte Beckenbauer.

Nach dem Testspiel am Dienstag gegen die niederländische Fußball-Nationalmannschaft hatte Heynckes mit ausweichenden Aussagen über seine Zukunft für Spekulationen gesorgt. «Ich habe bis 2013 Vertrag. Und wenn sich irgendwas ändert, würden der FC Bayern und ich das gemeinsam bekanntgeben», sagte Heynckes - und strich kurzerhand die obligatorische Pressekonferenz nach der Partie.



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