Thomas D: ESC «nicht politisch überladen»
Ludwigshafen (dpa) - Hip-Hoper Thomas D (43) warnt davor, den Eurovision Song Contest in Aserbaidschan politisch zu überlasten.
Ein Musikwettbewerb sollte «nicht politisch überladen werden», sagte der Jurypräsident des deutschen Vorentscheids der Zeitung «Die Rheinpfalz» zur Diskussion über Menschenrechte und Demokratie in dem Ausrichterland 2012. «Mehr als Aufmerksamkeit kann der ESC nicht schaffen. Um die Lage in Aserbaidschan zu verbessern, bedarf es einer stetigen politischen Anstrengung.»
Der Musiker der Fantastischen Vier begleitet seinen Schützling, Roman Lob (21), nach Baku. Das Song-Contest-Finale geht dort am 26. Mai über die Bühne.
Thomas D sagte der «Rheinpfalz» auch: «Die Welt blickt durch den ESC auf Aserbaidschan - und somit auf die Schattenseiten und die politische Situation dort. Das ist sehr gut. Wir müssen aber aufpassen, dass sich nicht alle abwenden, wenn der Vorhang fällt. Dann besteht die Gefahr, dass sich die Lage für die Menschen sogar verschlechtert und sie für die internationale Aufmerksamkeit bestraft werden.»
Der Musiker meint, dass «wir uns aus einer luxuriösen Situation heraus» Gedanken machen. «Politiker rufen, die Musiker sollten T-Shirts tragen, auf denen "Human Rights" für die Forderung nach Einhaltung der Menschenrechte steht. Als würde das etwas ändern.»
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